Kartellamt hat SevenOne Media und IP im Visier

4. Juli 2007, 12:13
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Wettbewerbshüter werfen RTL und Sat.1 Verdrängung von kleinen Konkurrenten mit Hilfe großzügiger Rabatte vor

Das deutsche Bundeskartellamt nimmt die beiden große deutschen Privatfernsehgruppen RTL und ProSiebenSat.1 ins Visier. Rund 30 Mitarbeiter der Behörde durchsuchten am Dienstag die für die Vermarktung von Werbezeiten zuständigen Konzerntöchter IP in Köln (RTL) und SevenOne (ProSiebenSat.1) in München, wie Kartellamtssprecherin Silke Kaul mitteilte.

Das Bundeskartellamt hat den Verdacht, dass die großen Sender durch großzügige Rabatte für die Werbeagenturen kleinere Sender aus dem Werbemarkt zu drängen versuchten. Andere Sender hätten durch die so genannten Share-Deals kaum noch Möglichkeiten gehabt, an Werbeaufträge heranzukommen, vermutet die Behörde. Nach einem Bericht von von Spiegel-Online vereinen die großen TV-Gruppen etwa 90 Prozent des Werbemarktes auf sich. (APA/AP)

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