30 zusätzliche LehrerInnen im Burgenland

16. Juli 2007, 10:45
posten

Klassenschülerhöchstzahl: Weniger Schüler, mehr Lehrer - ÖVP-Lehrervertreter: 3.000 Überstunden monatlich geleistet

Eisenstadt - Im kommenden Schuljahr 2007/2008 werden im Burgenland über 30 Lehrer zusätzlich befristet angestellt, teilte Landeshauptmann Hans Niessl heute, Dienstag, in einer Aussendung mit. Dies sei trotz sinkender Schülerzahlen notwendig, da ab Herbst die Klassenschülerhöchstzahl gesenkt wird.

Schülerzahlen rückgängig

Nach heutigen Berechnungen sei davon auszugehen, dass bis zu Beginn des neuen Schuljahres rund 50 Pflichtschullehrer in den Ruhestand treten werden, so Niessl nach einem Gespräch mit dem Landesschulratspräsidenten Gerhard Resch und dem Landesschulinspektor Erwin Deutsch. Zudem würde der Bund durch den Rückgang der Schülerzahlen im Burgenland um 50 Planstellen weniger bezahlen.

"Auf Grund der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl und der neuen Teilungszahlen stehen dem Burgenland jedoch zusätzliche Lehrerplanstellen im Pflichtschulbereich zur Verfügung", erklärte der Landeshauptmann. Das Burgenland werde außerdem wie bereits bisher über die vom Bund zugeteilten Lehrerplanstellen hinaus Lehrer bezahlen, erklärte der Landeshauptmann.

Lehrervertreter zufrieden

Der burgenländische ÖVP-Lehrervertreter Franz Jeschko begrüßt die Ankündigung, ab dem kommenden Schuljahr über 30 Lehrer in Pflichtschulen neu anzustellen. "Wenn die Bildungsqualität gesichert und weiter verbessert werden soll, sind Neuanstellungen von Lehrern unverzichtbar", erklärte Jeschko heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

"Wir sind sehr erfreut über die Neuanstellungen, das bestätigt unsere Argumentation. Wir werden aber darauf achten und überprüfen, ob diese Zahl ausreichen wird oder ob wir mehr brauchen. Der Lehrerstand sollte endlich so sein, dass man vernünftig arbeiten kann", so Jeschko.

Tausende Überstunden geleistet

Bereits im Schuljahr 2005/2006 hätten Lehrer an burgenländischen Schulen 3.000 Überstunden monatlich geleistet. Das entspricht etwa 30 Dienstposten, so der Gewerkschafter. Obwohl im kommenden Schuljahr um etwa 760 Schulkinder weniger verzeichnet werden, seien Neuanstellungen auf Grund der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl notwendig.

Mit der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25 zeigte er sich zufrieden. In nieder organisierten Schulen, in denen mehrere Klassen gemeinsam unterrichtet werden, würde diese Zahl jedoch noch immer zu hoch sein, betonte der Lehrervertreter. (APA)

Share if you care.