Philipp Peter Zweiter in Zhuhai

16. April 2008, 10:35
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Bouchut gewann - Wendlinger auf Rang neun - Lichtner-Hoyer kollabierte und wurde gemeinsam mit Lechner 16.

Zhuhai/China - Der Wiener Philipp Peter hat am Sonntag in der Corvette des belgischen PSI Experience Teams im ersten FIA-GT-WM-Lauf der Saison in Zhuhai den zweiten Platz belegt. Der Fünftplatzierte des Qualifyings arbeitete sich im Rennen kontinuierlich nach vorne und musste sich am Ende nur dem französischen Überraschungssieger Christophe Bouchut (Lamborghini), der mit dem Deutschen Stefan Mücke fuhr, um knapp mehr als zwei Sekunden geschlagen geben. Karl Wendlinger wurde Neunter und blieb damit ohne WM-Punkt.

Den zweiten Platz hatte Peter auch seinem Teamkollegen und FIA-GT-Neuling Luke Hines zu verdanken. "Es ist ein Wahnsinn, der zweite Platz ist einfach ein Traum, ich freue mich riesig. Ich hatte einen ganz guten Start, auch Luke ist bei seinem Turn schnelle Runden gefahren", resümierte der Wiener. Auch die Safety-Car-Phase habe ideal zur Team-Strategie gepasst.

Nicht nach Wunsch lief es hingegen für das niederösterreichische Jetalliance Racing Team. Zuerst erkrankten zwei Mechaniker der Boxen-Crew kurzfristig. Im Rennen kam dann Wendlinger mit seinem Partner Ryan Sharp im Cockpit des Aston Martin nicht über Rang neun hinaus. "Die weichen Reifen haben so schnell abgebaut, dass ich chancenlos war. Und als ich das Auto zum letzten Stint übernahm, waren die hinteren Reifen ebenfalls hinüber. Dann ist eben einer nach dem anderen an mir vorbeigefahren", erklärte der frühere Formel-1-Pilot aus Tirol.

Der zweite Jetalliance-Wagen hatte mit noch größeren Problemen zu kämpfen. Robert Lechner musste schon nach wenigen Minuten auf Grund eines defekten Reifens an die Box. Während dessen Teameigentümer und Kollege Lukas Lichtner-Hoyer das Steuer übernahm, vergaßen die Mechaniker noch dazu die Kühlweste anzuschließen, die sich danach in eine Wärmeflasche verwandelte.

Als Folge kollabierte der Pilot im Fahrzeug, erreichte mit letzter Kraft aber trotzdem noch die Box und war nach dem Rennen schon wieder halbwegs bei Kräften. "Alles schnell vergessen und positiv in die Zukunft schauen", meinte Lichtner-Hoyer. "Grundsätzlich waren beide Autos schnell und das Set-Up in Ordnung. Aber rundherum haben sich eben zu viele Fehler angehäuft."

Teamkollege Lechner kam nach dem letzten Wechsel schließlich als 16. ins Ziel. "Wir sind klar unter Wert geschlagen worden. Mein einziger, wenn auch schwacher Trost ist, dass meine Rundenzeiten zum Schluss total in Ordnung waren. Darauf lässt sich aufbauen." Der zweite von zehn Saisonläufen geht am 6. Mai in Silverstone über die Bühne. (APA/Si)

  • Die Corvette von Philipp Peter.

    Die Corvette von Philipp Peter.

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