Bilfinger prüft Rückzug aus den USA

10. Juli 2007, 11:29
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Deutschlands zweitgrößter Baukonzern ist "offen für alle Investoren"

Düsseldorf - Bilfinger Berger prüft den Rückzug aus den USA. "Wir prüfen in den USA alle Optionen", sagte Konzernchef Herbert Bodner dem "Handelsblatt" (Dienstag) und der "Financial Times Deutschland". Dazu zähle auch der Ausstieg. Das US-Baugeschäft erfülle die Erwartungen nicht. Das auf einzelne Projekte beschränkte Geschäft sei mit einem Volumen von schätzungsweise 50 Mio. Euro vergleichsweise klein. Konkurrent Hochtief (Essen) ist in den USA mit der Tochter Turner positioniert. Ursprünglich wollte auch Bilfinger Berger (Mannheim) in den USA eine bedeutende Position aufbauen.

Bodner warb darüber hinaus um Investoren: "Wir sind grundsätzlich offen für strategische Investoren, die dazu beitragen, unser Geschäft weiter zu entwickeln." Erst kürzlich hatte sich die spanische Baugruppe Actividades de Construcciones y Servicios (ACS) am Konkurrenten Hochtief beteiligt. Als Übernahmeziel für Finanzinvestoren sieht Bodner Bilfinger dagegen nicht. Wegen des hohen Aktienkurses und der Finanzierungsstruktur sei der Baukonzern mit seiner ertragsstarken Dienstleistungssparte kein Übernahmeziel für Schnäppchenjäger und auch kein Kandidat für eine Zerschlagung. (APA/dpa)

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