Castro: Kubaner würden bis zum letzten Blutstropfen gegen USA kämpfen

12. Juli 2007, 15:13
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Nach offiziellen Angaben ist der Revolutionsführer fast vollständig genesen

Havanna - Der seit fast elf Monaten kranke kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat die USA beschuldigt, eine Intervention in Kuba geplant zu haben. In einen Artikel für die kubanische Presse vom Montag unter dem Titel "Reflexion und Manifest für das Volk von Kuba", warnte er gleichzeitig Washington, die Antilleninsel anzugreifen. Die Kubaner würden sich bis zum letzten Blutstropfen gegen einen Angriff verteidigen. Trotz seiner Krankheit würden es die USA nie schaffen, Kuba an sich zu reißen.

"Bald ist es ein Jahr her, dass ich erkrankte. Und als ich mich zwischen Leben und Tod befand, verkündigte ich in der Proklamation vom 31. Juli 2006: Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass unser Volk und unsere Revolution bis zum letzten Blutstropfen kämpfen wird. Zweifeln auch Sie nicht daran, Herr Bush!", schrieb Castro.

Der 80-Jährige beschuldigte die USA zudem erneut, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 90er Jahren die Blockade gegen Kuba verschärft zu haben. Auch an dem Putschversuch gegen Venezuelas Präsidenten Hugos Chávez sei Washington beteiligt gewesen, um die Unterstützung für Kuba zu unterbinden.

"Fast vollständig genesen"

In den Tagen zuvor hatte Castro ausführliche Begegnungen mit seinen Verbündeten, den Präsidenten von Venezuela, Nicaragua und Bolivien. Bilder von den Begegnungen wurden nicht veröffentlicht. Nach offiziellen Angaben ist Castro, der die Führung des Landes krankheitsbedingt am 31. Juli des vergangenen Jahres an seinen Bruder übergeben hatte, fast vollständig genesen. (APA/dpa)

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