Strache will Köln vor der Großmoschee "retten"

17. Juli 2007, 08:51
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FPÖ-Chef als Hauptredner auf Kundgebung: "Kulturkampf hat längst begonnen"

Köln - "Die schweigende Mehrheit der Kölner, die schweigende Mehrheit Deutschlands und Europas steht auf eurer Seite!", rief FPÖ-Chef Heinz Christian Strache Samstagnachmittag den Demonstranten in Köln-Ehrenfeld zu, die gegen den geplanten Bau der größten Moschee Europas kämpfen.

Strache war als Ehrengast von der rechtspopulistischen Bürgerbewegung "Pro Köln" eingeladen worden und zu deren Überraschung auch tatsächlich gekommen. Er war der Hauptredner der von 1.000 Polizisten geschützten Kundgebung, und versuchte, Köln, wo er sich zum ersten Mal in seinem Leben aufhielt, vor dem Islam zu retten und den Kölner Dom zu bewahren. "Wir wollen die Kölner Domglocken hören und nicht dem Kölner Muezzin".

Der Streit dreht sich um Europas größte Moschee, bestehend aus einem fünfstöckigen Gebäude mit einer 34 Meter hohen Kuppel und zwei Minaretten von 55 Metern Höhe. Der Bau soll einmal 3.000 Moslems Platz bieten.

Er kenne die Entwicklung aus Österreich und allen europäischen Städten, sagte Strache. Wer den Mut habe, zur eigenen Kultur zu stehen, werde gleich als Rechtsextremist oder Neonazi beschimpft. "Das sind immer die selben anti-demokratischen Muster". Dass die Kölner nicht gefragt würden, ob sie die Moschee wollten - einer Umfrage zu Folge dürften 80 Prozent von ihnen den Bau ablehnen - , sei keine Demokratie, sondern Diktatur.

"Kulturkampf"

Der Kulturkampf habe längst begonnen, rüttelte Strache die etwa 300 Zuhörer auf. Der Islam sein nicht nur Religion, sondern ein totalitäres Gesellschaftssystem. In Anspielung auf eine Aussage des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der eine "Kriegserklärung" an das christliche Abendland abgegeben habe, rief Strache: "Wenn sie Minarette wie Siegessäulen aufziehen wollen, sollen sie es zu Hause machen.".

Kölner, Deutsche, Österreicher, Europäer könnten nur gemeinsam der Entwicklung entgegentreten. "Köln muss Köln bleiben, Europa muss Europa bleiben. Jedes europäische Volk kann stolz auf seine Kultur sein, aber vor allem wir auf die Eigene."

So lang in den islamischen Ländern keine Kirchen gebaut werden dürften, so lange sollen hier auch keine Moscheen mehr gebaut werden, forderte er unter starkem Beifall des sehr durchmischten Publikums - von offensichtlichen Ausländerfeinden bis hin zu Linken, die nur gegen den Bau demonstrieren wollten.

Demonstrationen

Mehrere Gegendemonstrationen, von Polizisten auf Distanz zur "Pro Köln"-Kundgebung gehalten, begleiteten die Moschee-Gegner mit Trillerpfeifen und Schreien und Eierwürfen.

Vor Strache sprach auch der Ex-Polizist und "Vlaams Belang"-Funktionär Bart Debie aus Antwerpen, der ähnlich wie Strache vor der Islamisierung Europas warnte. "Wir sind hier zu Haus, und da gehören keine Moscheen hin!".

Davor forderte ein Düsseldorfer Rechtsanwalt in seiner Rede an die "lieben deutschen Landsleute ohne Migrationshintergrund", die Moslems sollten ihre Ranzen schnüren, den Gebetsteppich nehmen und nach Hause gehen. (APA)

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