Selbstzerfleischung mit Musik

18. Juni 2007, 18:39
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Oxbow mit neuem Album im Gepäck in der Fluc Wanne, Boris meuchelt in der Szene Wien und Carla Bozulich läd zu einer intensiven Lektion ins Chelsea - Konzerte von Samstag bis Montag

Mit neuem Album im Gepäck, das Oxbow in Bestform zeigt, verfügt sich die Band aus San Francisco in die Fluc Wanne (16. 6., 22.00) und wird dort ihrer Live-Reputation (Hot!) wohl entsprechen. "The Narcotic Story", so der Titel des Werks, zeigt, wie sehr Oxbow noch in den ruhigsten Stücken unter Druck stehen - und diesen adäquat ablassen können. Zwei Tage später meucheln in der Szene Wien Boris (18. 6., 20.00) ihre Instrumente: Die Jungs, die sich nach einem Melvins-Song nennen, stehen für einen hochneurotischen und zappeligen Beuschelreißerrock, der zuletzt von Sunn O))) auf dem gemeinsamen Album "Altar" gezähmt wurde - ohne dabei ihre Intensität zu beschneiden. Live ein Höllenhund - aus Japan.

Eine weitere Lektion bezüglich Intensität findet im Wiener Chelsea (18. 6., 21.00) statt: Carla Bozulich lädt zur Selbstzerfleischung mit Musik. Die einstige Sängerin der Country-Rocker Geraldine Fibbers gilt als manische Livefigur, die es wie wenige andere schafft, dabei die Balance zwischen Musik und Interpretationsirrsinn eloquent zu balancieren. (flu/ DER STANDARD, Printausgabe, 16./17.6.2007)

  • Carla Bozulich lädt am Montag zur Selbstzerfleischung mit Musik ins Chelsea
    foto: carlabozulich.com

    Carla Bozulich lädt am Montag zur Selbstzerfleischung mit Musik ins Chelsea

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