OC Oerlikon bekam von Schweizer Börse Verweis

11. Juli 2007, 15:51
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Wegen zu spät gemeldeter Management-Transaktion

Die Schweizer Börse SWX hat dem von den österreichischen Investoren Ronny Pecik und Georg Stumpf sowie dem russischen Milliardär Viktor Wekselberg kontrollierten Schweizer Mischkonzern OC Oerlikon einen Verweis erteilt. Der inzwischen geschasste Konzernchef Thomas Limberger hatte vergangenes Jahr eine Transaktion mit eigenen Aktien mit einer Verspätung von 23 Börsentagen gemeldet.

Damit wurden Bestimmungen des Notierungsreglements verletzt, wie die SWX am Freitag mitteilte. Den Namen der fehlbaren Person gibt die Börse in solchen Fällen jeweils nicht bekannt. Konzernsprecher Burkhard Böndel bestätigte indes auf Anfrage, dass es sich um Ex-CEO Limberger gehandelt hat.

Call-Optionen veräußert

Limberger, der Anfang Mai überraschend durch Uwe Krüger ersetzt wurde, hatte am 29. August 2006 Call-Optionen im Gesamtwert von 491.300 Franken (296.876 Euro) veräußert. Der Verkauf erfolgte über die Personalabteilung von OC Oerlikon. Diese meldete die Transaktion in der Folge aber nicht wie vorgeschrieben innert vier Börsentagen.

Böndel sprach von einem "administrativen Fehler". OC Oerlikon habe diesen selber festgestellt und der Börse gemeldet. Die Börse kam denn auch zum Schluss, dass das Unternehmen "fahrlässig" gegen die Offenlegungsvorschriften verstossen habe. Laut Böndel wurde die Fehlerquelle inzwischen behoben.

Mit Stand von Ende Mai hat die Beteiligungsgesellschaft Victory von Pecik und Stumpf einen Stimmrechtsanteil von 48,8 Prozent an OC Oerlikon gehalten. (APA)

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