Chancen für das E-Auto

Das Elektroauto könnte vom Erfolg des Hybrid-Antriebs profitieren

Wenn man die ganze Lebenswelt der Automobiltechnik genauer ansieht, so hat das Elektroauto nach wie vor durchaus Chancen. Denn technisch gibt es kaum etwas Einfacheres als einen Elektromotor.

Woran es immer noch hapert: Elektrische Energie lässt sich schlecht speichern. Wenn man das aber lösen könnte, wäre der Vorteil gewaltig. Das komplizierteste unter den weit verbreiteten Maschinenbau-Produkten, der Verbrennungsmotor, wäre mit einem Schlag überflüssig. Und die Zeichen stehen gut, dass neue Batterien mit höherer Lebensdauer und größerem Energieinhalt kommen werden.

Was man kann

Auch wenn man jetzt keine Szenarien von aufgekauften Patenten oder verschleppten Erfindern aufbauschen will, ein gewisses vitales Interesse am Verbrennungsmotor ist der Autoindustrie und auch der Erdölbranche nicht abzusprechen. Immerhin sind Benzin- und Dieselmotor die Kernstücke ihrer Erfolgsgeschichte. Jeder macht halt das am liebsten, was er am besten kann. Man sucht den verlorenen Schlüssel dort, wo das Licht ist, und nicht da, wo er vielleicht liegt.

Doch eines hat sich inzwischen geändert: Durch die Hybrid-Technik ist die Autoindustrie gezwungen, in Batterietechnologie zu investieren, und da wird nun sehr schnell sehr viel Geld in Bewegung gesetzt. Der Trend weg von der Mechanik hin zur Elektrik könnte längerfristig auch dem Elektroauto neuen Schwung verleihen, als ernsthafte Alternative für bestimmte Einsatzgebiete.

Neue Ansätze

Für Hybridautos wie den Toyota Prius werden Nickel-Metallhydrid-Batterien verwendet. Und immer häufiger wird mit Lithium-Ionen-Batterien experimentiert, wie sie in Handys schon selbstverständlich sind. Zum Beispiel beim Tesla, einem amerikanischen Elektro-Sportwagen auf Basis des Lotus Elise. (rs, AUTOMOBIL, 15.6.2007)

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Rudolf Skarics

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