Berlin verkauft Landesbank an Sparkassenverband

2. Juli 2007, 14:33
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Im monatelangen Bieterkampf um die Landesbank Berlin (LBB) hat sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) durchgesetzt

Berlin - Im monatelangen Bieterkampf um die Landesbank Berlin (LBB) hat sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) durchgesetzt. Der DSGV zahlt 4,6 Mrd. Euro an das Land Berlin, wie der Senat und der Sparkassenverband am Freitag mitteilten. Das Land musste seinen Anteil von 81 Prozent wegen einer EU-Auflage verkaufen. Die LBB beschäftigt rund 7.900 Mitarbeiter. Bei einer Bilanzsumme von 141,6 Mrd. Euro hatte die LBB-Holding 2006 einen Überschuss von 685 Mio. Euro ausgewiesen.

Zunächst hatten 19 potenzielle Käufer beim Senat ihr Interesse bekundet. Der Erlös soll in ein Sondervermögen eingebracht werden und Risiken abdecken, die das Land zur Rettung der damaligen Bankgesellschaft Berlin übernommen hatte. Riskante Immobiliengeschäfte hatten die Bankgesellschaft 2001/2002 fast in die Pleite getrieben. Um eine Pleite zu verhindern, steckte das Land 1,7 Mrd. Euro in den Konzern und übernahm Risiken von rund 21 Mrd. Euro. In der Folge des Skandals zerbrach auch die große Koalition von CDU und SPD in Berlin.

Der Verkauf der Landesbank Berlin durfte nach einer Vorgabe der EU-Kommission nicht an Beschäftigungsgarantien geknüpft werden. Die Brüsseler Behörde hatte die Forderung des Berliner Abgeordnetenhauses, beim Verkauf müsse der Erhalt von rund 7.000 Arbeitsplätzen sowie der Sitz der in Berlin garantiert werden, für europarechtswidrig erklärt. (APA/AP)

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