Online-Bestellung von Medikamenten nur wenig beliebt

10. Juli 2007, 13:06
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Nur 2 Prozent der Österreicher haben einmal oder öfter Arzneimittel im Internet geordert

Die Bestellung von Medikamenten im Internet ist bei den Österreichern nur wenig beliebt. 84 Prozent verweigern diese Möglichkeit. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht worden sind.

Umfrage

"market" führte im Mai telefonische Interviews mit 400 repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren ausgewählten Personen durch. Dabei gaben knapp zwei Drittel an, von der Möglichkeit einer Online-Bestellung zu wissen. Aber nur zwei Prozent haben einmal oder öfter Medikamente über das Internet geordert. Vorstellbar wäre es für 14 Prozent. Die überwiegende Mehrheit hat jedoch noch nie davon Gebrauch gemacht und das auch nicht vor.

Zurückhaltung

Bei der Frage nach den Vorteilen halten sich die Österreicher zurück. Dass bequem von zu Hause aus bestellt werden kann, wird als Nutzen angesehen. Für gut jeden Dritten ist von Vorteil, dass Produkte bezogen werden können, die in Österreich nicht erhältlich sind. Nur jeder Fünfte hält die Möglichkeit für gut, ein rezeptpflichtiges Medikament zu kaufen, ohne vorher einen Arzt aufgesucht zu haben. Kaum jemand ist der Meinung, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis in der virtuellen Apotheke besser ist.

Nachteile überwiegen

In Summe überwiegen für die Bevölkerung die Nachteile: 82 Prozent sehen darin ein Problem, dass man keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker erhält. Rund drei Viertel befürchten, dass ungeeignete Medikamente eingenommen werden oder Arzneimittel auch für Minderjährige leicht zugänglich sind. Knapp zwei Drittel sehen in Produkten, die in Österreich nicht zugelassen sind, einen Nachteil. (apa)

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