Atteste entlasten Petacchi, Mayo und Piepoli

2. Juli 2007, 11:09
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UCI befreit Spanier vom Doping-Verdacht - Milram-Boss stellt sich hinter seinen Starsprinter - Auch Piepoli weist Vorwürfe zurück

Aigle/Schweiz - Der Internationale Radsportverband UCI hat den Spanier Iban Mayo (29) am Donnerstag vom Dopingverdacht befreit. Eine genauere Untersuchung der während des Giro d'Italia entnommenen verdächtigen Probe habe jede Möglichkeit der künstlichen Zufuhr von Testosteron ausschließen lassen, teilt der Verband in einem Communique mit. Dieser Fall verdeutliche laut UCI die Wichtigkeit, das Ende der Untersuchungen abzuwarten, statt vorschnelle Schlüsse zu ziehen.

Gianluigi Stanga, Chef des italienischen Radsport-Teams Milram und damit von Radstar Alessandro Petacchi, bestreitet, dass der Sprinter-König gedopt gewesen sei. "Beim Giro ist Petacchi fünf Doping-Kontrollen unterzogen worden. Er besitzt seit Jahren ärztliche Atteste des Internationalen Radsportverbands, die ihm erlauben, Anti-Asthma- und Anti-Allergie-Medikamente einzunehmen", sagte Stanga am Donnerstag.

Die Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" hatte am Mittwoch berichtet, dass während des Giro d'Italia 2007 drei Fahrer positiv auf Dopingmittel getestet worden seien. Der baskische TV-Senders EITB hatte danach berichtet, dass es sich um Petacchi, sein italienischer Landsmann und Sieger der Bergwertung, Leonardo Piepoli, und den Spanier Iban Mayo handle.

"Ich habe keinen Grund zu glauben, dass Alessandro sich anders als sonst verhalten hat. Wir warten in Ruhe auf die Ergebnisse der Urintests, die in einem Labor in Barcelona durchgeführt werden", betonte Stanga.

Piepoli erklärte, dass er seit Jahren das Asthma-Mittel Salbutamol einnehme, um eine Allergie zu behandeln. "Ich weiß nicht, wie viel Salbutamol ich inhaliert habe. Ich nehme so viel ich brauche, je nach Jahreszeit, meinte der Italiener. Weder sein Teammanager noch die Radsportler seien vom Radsportverband UCI über die Resultate der Analysen informiert worden.

Piepolis Manager, Mauro Gianetti, zeigte sich wegen der Vorwürfe sprachlos. "Es ist alles absurd. Wenn es zu Missverständnissen kommen kann, sollte man die ärztlichen Atteste für an Allergien oder an Asthma leidenden Radprofis abschaffen", so Gianetti. (APA)

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