Goldpreis auf Drei-Monats-Tief

2. Juli 2007, 15:56
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Die Aussicht auf höhere Benzin-Vorräte in den USA hat auch den Ölpreis am Mittwoch etwas sinken lassen

Frankfurt - Der Goldpreis ist am Mittwoch auf den tiefsten Wert seit drei Monaten gesunken. Die Aussicht auf höhere Benzin-Vorräte in den USA hat auch den Ölpreis am Mittwoch etwas sinken lassen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete mit 68,69 Dollar zehn Cent weniger als am Vortag. Leichtes US-Rohöl der Marke WTI verbilligte sich um elf Cent auf 65,24 Dollar. Für die um 16.30 Uhr (MESZ) anstehenden Benzin-Vorratsdaten prognostizieren Analysten im Schnitt einen Anstieg um 1,7 Millionen Barrel in der vergangenen Woche.

Händlern zufolge verhinderte eine am Vortag veröffentlichte Warnung der Internationalen Energie-Agentur (IEA) vor wachsenden Engpässen eine deutlichere Entspannung am Ölmarkt. Nach Prognosen der IEA wird der globale Ölbedarf in diesem Jahr schneller zunehmen als bisher erwartet. Die Agentur rechnet damit, dass die weltweite Öl-Nachfrage 2007 pro Tag zwei Prozent höher ausfällt als 2006. Die IEA vertritt die Interessen der größten Verbraucherländer und forderte die Organisation Erdöl exportierender Länder angesichts der hohen Nachfrage dazu auf, die Ölhähne weiter aufzudrehen.

Verbilligt angesichts des steigenden Dollar

Gold verbilligte sich angesichts des steigenden Dollar. Die Feinunze kostete um 642,90 Dollar und war damit so günstig wie seit drei Monaten nicht mehr. Die US-Währung war angesichts zunehmender Spekulationen auf eine erneute Zinsanhebung in der weltgrößten Volkswirtschaft zum Yen auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren gestiegen und zum Euro auf ein Elf-Wochen-Hoch. Der Gold- und der Dollar-Preis entwickeln sich in der Regel in entgegengesetzte Richtungen. Wenn der Dollar fällt, wird Gold gern als Absicherung genutzt. Silber wurde zu 12,85 Dollar je Feinunze gehandelt.

In Erwartung einer rückläufigen Nachfrage gab der Preis für Kupfer nach. China importierte im Mai knapp 30 Prozent weniger des vor allem in der Bauindustrie eingesetzten Metalls. Auch gesunkene Lagerbestände in London wurden Händlern zufolge als Hinweis auf eine sinkenden Bedarf gewertet. Die Tonne Kupfer kostete um 7094 Dollar und war damit etwa 100 Dollar günstiger als am Vortag.

Der Reuters-Rohstoffindex startete kaum verändert bei 309,69 Punkten in den Handel. (APA)

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