Hilfe für Niederösterreichs KMU bei Internationalisierung

24. September 2007, 15:00
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KMU sollen weiter auf Internationalisierung setzen, ecoplus International unterstützt mit Ausschreibungs­plattform und Handelsagentenbörse

St. Pölten - Niederösterreichs Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sollen weiter auf Internationalisierung setzen. Aus diesem Grund bietet ecoplus International, Tochter der Wirtschaftsagentur ecoplus und der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien, mit der Ausschreibungsplattform und der Handelsagentenbörse zwei neue Produkte an. Beide verfolgen das Ziel, Geschäft aus Mittel- und Osteuropa ins Land zu bringen.

Niederösterreich habe eine hervorragende Ausgangsposition, stellte LHStv. Ernest Gabmann (ÖVP) am Mittwoch in einem Pressegespräch fest. Er verwies in diesem Zusammenhang drauf, dass der Anteil des Landes an den Gesamtexporten 17 Prozent, in die CEE-Länder sogar 25 Prozent betrage. Niederösterreich habe den Erweiterungsprozess wirtschaftspolitisch immer als Chance gesehen und damit Recht behalten.

Mit neuen Wegen in Richtung Technologie, Innovation und Kreativität könne das Land am "Kuchen" der EU für die Ziel-1-Fördergebiete partizipieren. Es sei klar, dass Wachstum nur erreicht werden könne, "wenn man verstärkt in den Export geht", betonte Gabmann.

Potenzial erkannt

Laut Gabriele Forgues, Geschäftsführerin von ecoplus International, erkennen die KMU das Potenzial in den neuen Märkten. Motivation sei daher nicht mehr notwendig, individuelle Hilfe jedoch sehr wohl. Das Ausschreibungsportal mache internationale Ausschreibungen auch in deutscher Sprache zugänglich (80 Prozent aller Ausschreibungen unterliegen nicht der EU-Ausschreibungspflicht).

Darüber hinaus werden ein Liefer- und Übersetzungsservice der Unterlagen sowie eine Begleitung bis zur Anbotlegung geboten. Die Handelsagentenbörse wiederum ermöglicht Betrieben, in den Erweiterungsländern Vertriebsprofis zu finden, die dort nicht strukturiert erfasst sind.

Gabmann verwies in dem Pressegespräch auch auf die erfolgreiche Arbeit der NÖ-Büros in Prag, Preßburg (Bratislava), Budapest, Warschau und Temesvar. Halte die Nachfrage in den ebenfalls als "Andockstationen" für KMU gedachten Einrichtungen an, sei sogar eine personelle Aufstockung angedacht. In Preßburg werde inzwischen in Zusammenarbeit mit der Niederösterreich-Werbung auch das touristische Angebot des Landes präsentiert. Die übrigen Büros sollen folgen, so Gabmann. (APA)

  • Niederösterreich habe eine hervorragende Ausgangsposition, glaubt LHStv. Ernest Gabmann.
    foto: standard/newald

    Niederösterreich habe eine hervorragende Ausgangsposition, glaubt LHStv. Ernest Gabmann.

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