Sektor wächst deutlich

2. Juli 2007, 14:33
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Unkonsolidierte Bilanzsumme legte im ersten Quartal um 4,4 Prozent auf 833 Milliarden Euro zu

Wien - Österreichs Banken sind im 1. Quartal d.J. deutlich gewachsen. Die unkonsolidierte Bilanzsumme erreichte Ende März 2007 einen Stand von 833,01 Mrd. Euro, was einem Plus von +4,4 Prozent entspricht. Im Vorjahr betrug der Zuwachs 4,6 Prozent. Durch den deutlichen Rückgang der Fremdwährungsausleihungen (-2,1 Prozent - nicht um Wechselkurseffekte bereinigt) betrug der Anteil der Fremdwährungskredite an allen Krediten nur noch 18,5 Prozent, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Mittwoch mit.

Es konnte ein durchgängiger Einlagenanstieg (+1,8 Prozent) in allen Einlagenkategorien (Sicht-, Termin- und Spareinlagen) beobachtet werden. Da die Auslandsforderungen weiterhin stärker als die Auslandsverbindlichkeiten stiegen, erhöhte sich die Nettoforderungsposition der österreichischen Banken gegen das Ausland.

Der Marktanteil der 10 größten Banken stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2006 leicht um 0,4 Prozentpunkte und erreichte 56,9 Prozent.

Leichter Rückgang im Kreditgeschäft

Das Kreditgeschäft mit inländischen Nichtbanken zeigte gegenüber dem Ultimo des Vorjahres einen leichten Rückgang (-0,1 Prozent bzw. -0,22 Mrd. Euro) und bezifferte sich am Ende des 1. Quartals 2007 auf 274,99 Mrd. Euro. Der Rückgang der Ausleihungen in Fremdwährungen (nicht um Wechselkurseffekte bereinigt) in Höhe von 1,11 Mrd. Euro (-2,1 Prozent) setzte sich, wie schon seit Mitte 2006 erkennbar auch 2007 fort. Das Euro-Kreditgeschäft stieg leicht um 0,90 Mrd. Euro (+0,4 Prozent).

Die Gesamteinlagen bei allen in Österreich meldepflichtigen Kreditinstituten nahmen gegenüber dem Jahresende 2006 in Summe um 1,8 Prozent (+4,09 Mrd. Euro) auf 235,24 Mrd. Euro zu. Im 1. Quartal des Vorjahres hatte sich der Zuwachs auf rund die Hälfte (+0,9 Prozent bzw. +1,89 Mrd. Euro) belaufen. Bei den Einlagen wurde weiterhin der überwiegende Teil (98,3 Prozent) in Euro veranlagt.

Im Einzelnen stiegen die Termineinlagen mit 2,22 Mrd. Euro am stärksten, die Spareinlagen mit 1,03 Mrd. Euro relativ stark und die Sichteinlagen verzeichneten immerhin einen Zuwachs von 0,84 Mrd. Euro. Ende März 2007 waren die Spareinlagen weiterhin mit 140,84 Mrd. Euro die bedeutendste Einlagenkategorie. Dahinter folgten die Sichteinlagen mit 65,23 Mrd. Euro und die Termineinlagen mit 29,17 Mrd. Euro.

Auslands-Expansion

Das Geschäft mit dem Ausland entwickelte sich in den ersten drei Monaten 2007 weiterhin expansiv. Wie auch schon im Vergleichsquartal des Vorjahres erhöhten sich die Auslandsforderungen um 10,4 Prozent (Vorjahr: +10,5 Prozent), die Auslandsverbindlichkeiten erfuhren einen Anstieg um 4,3 Prozent (Vorjahr: +9,6 Prozent). Durch die unterschiedlich starken Wachstumsraten überstiegen die Forderungen weiterhin die Verbindlichkeiten im Auslandsgeschäft, der Forderungssaldo steigt stetig an. In absoluten Zahlen ausgedrückt beliefen sich die Forderungen auf 324,10 Mrd. Euro und die Verbindlichkeiten auf 270,31 Mrd. Euro. Das Auslandsgeschäft machte so bereits 35,7 Prozent (+1,1 Prozentpunkte) der Bilanzsumme aus.

Die unkonsolidierten anrechenbaren Eigenmittel betrugen im März 2007 73,04 Mrd. Euro, was eine Erhöhung in den ersten drei Monaten 2007 um 12,61 Mrd. Euro bzw. 20,9 Prozent bedeutete. Dadurch ergab sich im Berichtsmonat März 2007 ein Eigenmittelüberschuss von 39,02 Mrd. Euro. (APA)

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