Weibliche Partnerwahl durch Verhältnis zum Vater bestimmt

5. Juli 2007, 18:56
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Ergebnisse einer internationalen Studie legen nahe, dass "Papa-Töchter" eher einen Mann wählen, der ihrem Vater ähnelt

London - "Papa-Töchter" suchen sich einer neuen Untersuchung zufolge oft ihre Partner nach ihren Vätern aus. Das ergab eine Studie der Universität Durham, der Universität Breslau und der Polnischen Akademie der Wissenschaften, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Frauen, die in ihrer Kindheit eine weniger enge und positive Beziehung zu ihren Vätern haben, würden auch weniger von Männern angezogen, die ihrem Erzeuger ähneln. Die Studie belege, dass Eltern einen wichtigeren Einfluss auf die Partnerwahl hätten als bisher angenommen, teilte die Universität Durham mit.

Für die Untersuchung, die im Juli im Fachjournal "Evolution and Human Behaviour" erscheinen soll, wurden 49 polnische Frauen gebeten, aus 15 Gesichtern das attraktivste auszuwählen. Dabei wurden alle äußerlichen Faktoren wie Kleidung, Haare, Ohren unsichtbar gemacht. Zusätzlich mussten die Frauen die Beziehung zu ihren Vätern bewerten. Die Gesichtsmaße der ausgewählten Männer wurden dann mit denen der jeweiligen Väter verglichen.

Gehirn greift auf Erfahrungen zurück

"Es zeigt sich, dass das menschliche Gehirn nicht einfach Muster des idealen Gesichts aus der Masse der Menschen konstruiert, die uns umgeben. Es entsteht eher aus Beziehung zu den Menschen, zu denen wir eine starke, positive Beziehung haben", sagte die Autorin Lynda Boothroyd von der Universität Durham. "Töchter, die eine positive Kindheitsbeziehung haben, wählen Männer, die ähnliche zentrale Gesichtsmerkmale haben wie ihre Väter." (APA/dpa)

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    Töchter, die eine positive Kindheitsbeziehung haben, wählen laut Studie Männer, die ähnliche zentrale Gesichtsmerkmale haben wie ihre Väter.
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