Computerpionier wird Ehrendoktor

19. Juni 2007, 22:15
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Hermann Maurer, Dekan der Fakultät für Informatik an der TU Graz, erhielt sein bereits drittes Ehrendoktorat: Die kanadische University of Calgary zeichnete den 1941 geborenen Computerpionier und Multimedia-Experten für sein wissenschaftliches Wirken aus. Maurer hat entscheidende Beiträge zur Theorie der Programmiersprachen und der Entwicklung des Internets geliefert. Er ist bereits Ehrendoktor der Universitäten Karlsruhe und St. Petersburg.

Viele von Maurers Arbeiten führten zu konkreten Anwendungssystemen, wie zum Beispiel dem "Brockhaus" in Multimedia; er leitete unter anderem auch die technische Abwicklung des österreichischen Online-Infosystems "AEIOU". Zu Maurers frühen Entwicklungen zählt "MUPID", ein netzfähiger Farb-Microcomputer, der spätere WWW-Entwicklungen und Java vorwegnahm. Weitere Arbeitsschwerpunkte Maurers liegen auf webbasierten Lernumgebungen sowie computerunterstütztem Unterricht oder Problemen der Plagiatbekämpfung.

Der Wiener studierte Mathematik in Wien und Calgary und war dann u. a. als Systemanalytiker bei der kanadischen Regierung und anschließend im Labor von IBM in Wien tätig. 1978 begann er die Universitätskarriere an der TU Graz, wo er am Aufbau des Bereichs Informatik entscheidend mitwirkte. Er verfasste zwanzig Bücher - 1969 erschien eines der wichtigsten: "Theoretische Grundlagen der Programmiersprachen" - und über 600 wissenschaftliche Artikel. Außerdem ist er Herausgeber verschiedener Fachzeitschriften. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 13. Juni 2007)

  • Hermann Maurer, Dekan der Fakultät für Informatik an der TU Graz
    foto: der standard

    Hermann Maurer, Dekan der Fakultät für Informatik an der TU Graz

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