Mit Ellbogen schlägt man nicht

21. Juni 2007, 15:41
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Kampfsport: Vom Thaiboxen und der Vienna Fight Night, bei der am Freitag zwölf Kämpfe zu sehen sind

Wien - Thaiboxen ist eine der härteren Kampfsportarten dieser Welt. Am Freitag und im Wiener Budocenter steigt die Vienna Fight Night (ab 18.00). Zwölf Kämpfe sind zu sehen, Puls TV überträgt live (ab 20.00). Die Regeln sorgen dafür, dass sich die Sportler nicht ganz so arg herrichten, wie das im Mutterland mitunter geschieht. Es ist nicht wie in Thailand erlaubt, mit den Ellbogen zuzuschlagen, die Gefahr, mit diesen spitzen Dingern Cuts zu verursachen, ist viel zu groß. Der Ringarzt bricht ab, wenn Blut fließt, auch wenn das für den Blutenden mitunter ärgerlich sein kann, nämlich wenn der nach Punkten klar führt.

Die traditionelle, westliche Boxkunst ist wesentliche Voraussetzung dafür, ein erfolgreicher Thaiboxer zu werden. Es gilt zu decken, eine Gerade, einen Schwinger oder einen Aufwärtshaken anzubringen, zu klammern, wenn die Situation dazu rät. Kopfstöße, Tiefschläge und das Hinhauen auf einen Liegenden oder Knieenden sind verboten. Die Kämpfer sind mit schlagdämpfenden Boxhandschuhen, Tief- und Zahnschutz ausgestattet. Die Angelegenheit ist insofern recht komplex, als Punkte nicht nur mit den Fäusten, sondern auch mit Schienbeinen, Knien und Füßen erzielt werden dürfen. Österreichs bester Profi, der aus Syrien stammende Fadi Merza, bekommt es am Freitag mit dem Niederländer Yousef Akhnikh zu tun (bis 76 kg). Der ist berühmt für seine spektakulären K.-o.-Schläge. Merza gewann bisher 43 seiner 53 Kämpfe, 26 davon durch K.o. Selbst wurde er noch nie vorzeitig aus dem Ring genommen. (bez, DER STANDARD Printausgabe 13.06.2007).

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    Lokalmatador Fadi Merza (links) landet den Fuß in der Deckung des Niederländers Yakut Sahin, der diesen Kampf im Rahmen der Super League gewinnt.

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