Bartenstein sieht Schatten auf Wirtschaftsbeziehungen mit Iran

2. Juli 2007, 15:22
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Der Wirtschaftsminister empfing den iranischen Wirtschafts- und Finanzminister, Davoud Danesh Jafari, zu einem Arbeitsgespräch

Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein hat am Dienstag den iranischen Wirtschafts- und Finanzminister, Davoud Danesh Jafari, zu einem Arbeitsgespräch empfangen. Vorrangiges Thema dabei waren die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und dem Iran, einem wichtigen Handelspartner in der Region des Mittleren Osten sowie bedeutenden Energielieferanten. Im Vorjahr belief sich das Handelsvolumen zwischen Österreich und Iran auf 480 Mio. Euro.

Bartenstein verwies auch darauf, dass aufgrund des iranischen Atomprogramms "ein Schatten" auf den Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran liege. 2006 verringerten sich die österreichischen Exporte in den Iran gegenüber dem Jahr davor um 15,6 Prozent auf 340 Millionen Euro. Noch massiver rückläufig entwickelten sich die Importe, die sich um 25,7 Prozent auf 140 Mio. Euro verminderten.

Sorgen und Bedenken der Internationalen Gemeinschaft

Die von den Vereinten Nationen (UNO) und der Europäischen Union verhängten Sanktionen zielen bislang lediglich auf das iranische Nuklear- und Raketenprogramm ab. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen würden allerdings aufgrund der hohen politischen Sensibilität bereits über den formalen Bereich der Sanktionen hinausgehen, so Bartenstein. In diesem Zusammenhang verwies der Wirtschaftsminister auf die Sorgen und Bedenken der Internationalen Gemeinschaft.

Derzeit sind rund 650 österreichische Unternehmen im Iran tätig, 30 unterhalten Niederlassungen oder Joint-Ventures mit iranischen Partnern.

Zu den wichtigsten österreichischen Ausfuhrkategorien gehören Maschinen und Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse, Papier und Pappe. Aus dem Iran importiert Österreich vor allem Mineralölprodukte, Teppiche, Textilien und Früchte. (APA)

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    Wirtschaftsminister Bartenstein.

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