Greenpeace sprühte Schaumteppich vor Fabrikstore

6. Juli 2007, 13:17
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Weitere Grenzwertüberschreitungen bei Tensiden erhoben

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Dienstag vor den Toren der oststeirischen Lederfabrik Boxmark einen Schaumteppich aufgesprüht, um auf das Nicht-Reagieren des Unternehmens in punkto Schaum auf der Raab aufmerksam zu machen. Zudem stellte ein Labor an der Montanuniversität Leoben fest, dass der Abwassergrenzwert für Tenside - also Waschmittelsubstanzen, die zumeist Schaum bilden - um "fast das Zweifache" überschritten werde.

Rund 20 Aktivisten spritzten mit einer Kanone Schaum vor die Tore des Boxmark-Werks in Feldbach. Zum Teil sei der Schaumteppich einen halben Meter hoch gewesen, erklärte Steffen Nichtenberger von Greenpeace. Nach rund 20 Minuten habe dann die Werksfeuerwehr der Aktion ein Ende gemacht und den Schaum mit Hochdruckwasserstrahler weggesprüht. Im Anschluss sei zwar der Geschäftsführer von Boxmark, Christian Schmidt, vor die Tore gekommen. Zu einer bereits vor Wochen angekündigten persönlichen Einladung für die Umweltschutzorganisation sei es jedoch nicht gekommen, zeigte sich Nichtenberger enttäuscht.

Nach den Untersuchungsergebnissen von vor rund zwei Wochen - u.a. waren zu hohe Konzentrationen von Phosphor festgestellt worden - hat Greenpeace nun auch anionische und nicht-ionische Tenside analysiert. Dabei habe man festgestellt, dass diese Waschmittelsubstanzen den "in der Abwasseremissionsverordnung erlaubten Grenzwert um das fast Zweifache überschreiten", hieß es in einer Aussendung der Organisation. Seitens des Unternehmens war bis zum frühen Nachmittag keine Stellungnahme zu bekommen. (APA)

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    foto: greenpeace
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