Kartnig laufend befragt

9. Juli 2007, 16:39
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Weiteres Gutachten bestellt - Derzeit liegt keine Haftbeschwerde vor

Graz - Der ehemalige Sturm-Graz-Präsident Hannes Kartnig wird laufend von der Untersuchungsrichterin befragt. Grundlage dafür sind die Ergebnisse der Befragungen anderer Personen, die entweder für den Verein gearbeitet haben oder mit ihm geschäftliche Beziehungen hatten. Kartnig befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft, derzeit liegt laut Staatsanwaltschaft auch kein Enthaftungsantrag der Anwälte vor.

In der Vorwoche hatte das Oberlandesgericht die Haftbeschwerde der Anwälte Richard Soyer und Michael Pacher gegen die Fortsetzung der Untersuchungshaft abgelehnt. Kartnig und ein ebenfalls inhaftierter ehemaliger Sturm-Sekretär werden nun laufend mit den Ergebnissen der Ermittlungen der Polizei konfrontiert.

Über die Schadenssumme gibt es seitens der Staatsanwaltschaft nach wie vor keine genauen Angaben. Fest steht, dass sich die Summe bezüglich der Veruntreuung von 2,3 Millionen Euro auf 490.000 Euro reduziert hat. Es konnte nachgewiesen werden, dass es sich bei dem restlichen Geld um Schwarzgeldzahlungen gehandelt hatte, die Kartnig bezahlt hatte. Weiters steht die Summe von 580.000 Euro im Raum, die als Ablöse im Zuge des Transfers von Markus Schopp bezahlt wurden.

Die Grundlage für die bisherigen Angaben stellt der Schlussbericht des Finanzamtes dar. Mehr Klarheit soll allerdings das Gutachten des Sachverständigen Fritz Kleiner bringen, das nun in Auftrag gegeben worden ist.(APA)

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