Informatik-Pionier Hermann Maurer erhält drittes Ehrendoktorat

3. Juli 2007, 10:26
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TU Graz-Dekan wird von kanadischer Universität für wissenschaftliches Wirken ausgezeichnet

Graz - Zum dritten Mal erhält der Dekan der Fakultät für Informatik der TU Graz, Hermann Maurer, ein Ehrendoktorat: Die kanadische University of Calgary zeichnet den Multimedia-Experten morgen, Dienstag, für sein wissenschaftliches Wirken aus. Maurer hat entscheidende Beiträge zur Theorie der Programmiersprachen und der Entwicklung des Internets geliefert. Der Informatik-Pionier ist bereits Ehrendoktor der Universitäten Karlsruhe und St. Petersburg.

Konkrete Anwendungssysteme

Viele von Maurers Arbeiten führten zu konkreten Anwendungssystemen, wie zum Beispiel den "Brockhaus" in Multimedia; er leitete u.a. auch die technische Abwicklung des österreichischen Online-Infosystem "AEIOU". Zu Maurers frühen Entwicklungen zählt "MUPID", ein netzfähiger Farb-Microcomputer, der spätere www-Entwicklungen und Java vorwegnahm. Weitere seiner Arbeitsschwerpunkte stellen webbasierte Lernumgebungen sowie computerunterstützter Unterricht oder Probleme der Plagiatbekämpfung dar.

Hermann Maurer wurde 1941 in Wien geboren, studierte Mathematik in Wien und Calgary und war dann u.a. als Systemanalytiker bei der kanadischen Regierung und anschließend im Labor von IBM in Wien tätig. 1978 begann er die Universitätskarriere an der TU Graz, wo er am Aufbau des Fachbereichs Informatik entscheidend mitwirkte. Seit 2004 ist Maurer Dekan der Fakultät für Informatik der TU Graz. Der Träger zahlreicher Auszeichnungen verfasste bisher rund 20 Bücher - 1969 erschien "Theoretische Grundlagen der Programmiersprachen" - und über 600 wissenschaftliche Artikel und ist Herausgeber verschiedener Fachzeitschriften. (APA)

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