in schleswig-holstein

8. Juni 2007, 19:53
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in schleswig-holstein sind die bahnsteige zu kurz oder die züge zu lang

da aber die züge nur sieben bis neun waggons führen, liegt das problem doch bei den bahnsteigen. der schaffner macht vor jeder haltestelle eine durchsage, man möge zum aussteigen die mittleren waggons benützen, man verlässt also rechtzeitig die hinteren und vorderen wägen. diese mitteilungen sind bei jedem stop nötig. das bringt keine geringe unruhe in das sonst so ruhige land mit den gelben rapsfeldern und dem endlosen horizont der ostsee.

man müsste also, um das land wieder ins gleichgewicht zu bringen, nur die bahnsteige verlängern. das kostet natürlich geld. da sind schon die kleinen durchsagezuschläge für das fahrpersonal günstiger. diese durchsagen sind übrigens tag und nacht und auch an sonn- und feiertagen nötig. die warnung durch den schaffner gilt auch für ihn selbst. es ist schon vorgekommen, dass er nach der durchsage einen tritt ins leere machte. zum gaudium der nicht übertrieben lustigen fahrgäste. und zum schaden des deutschen eisenbahnwesens. (Friedrich Achleitner/ DER STANDARD, Printausgabe, 26./27./28.05.2007)

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