Dominic Heinzl, Society-TV-Redakteur (ATV)

8. Juni 2007, 19:12
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"Ich kann nicht nerven, da muss das Publikums schon auch das Seine dazu beitragen"

Was ist eine Nervensäge?

Ich nicht – ich kann nicht nerven, da muss das Publikums schon auch das Seine dazu beitragen: Niemand wird gezwungen nicht wegzuzappen. Da ist also jeder selbst schuld.

Wie fühlt es sich an, als ebensolche bezeichnet zu werden?

Ganz mies. Das würde heißen, dass ich etwas falsch mache. Ich will unterhalten und erfreuen.

Nennt man Sie zu Recht/Unrecht so?

Was habe ich mit Jeannine Schiller gemeinsam?

Wie bekommt man dieses Etikett? Vielleicht von den Medien? Genügt die Präsenz in den Seitenblicken?

Das Privileg hängt mir der Standard gerade um. Andererseits befinde ich mich da ja in guter Gesellschaft. Aber es stimmt: Präsenz spielt eine Rolle.

Wird man dieses Etikett jemals wieder los? Und: Wie geht das? Und vor allem: Wollen Sie das überhaupt?

Die Alternative heißt: Weg vom Fernsehschirm, weg aus allen Medien – aber ich bin noch nicht pensionsreif. Ein paar Jahre müssen die Leute mich wohl noch aushalten.

Was ist wichtiger? Bekannt zu sein oder geliebt zu werden?

Philosophische Frage. (Pause) Ich eifere Franz Klammer nach. Klammer ist der bekannteste und beliebteste Österreicher. Man kann also beliebt und bekannt sein. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 9./10.6.2007)

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    foto: standard/corn
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