Ein Verletzter bei Kollision auf der Donau

13. Juni 2007, 10:49
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Sportboot stieß bei Zwentendorf gegen slowakischen Schubverband

Tulln - Einen Verletzten hat eine Kollision auf der Donau in Niederösterreich am Freitag gefordert. Zu Mittag war auf Höhe Zwentendorf/Pischelsdorf (Bezirk Tulln) - einige hundert Meter flussabwärts von der Verladestelle der Donau-Chemie - ein Sportboot mit einem slowakischen Schubschiff zusammengestoßen.

Schwer verletzt

Da das Ausmaß des Unfalls zunächst nicht bekannt war, entsandte die NÖ Rettungsleitstelle LEBIG zwei Rettungsfahrzeuge und den Notarztwagen des Roten Kreuzes Tulln. Der Führer des Sportbootes aus dem Bezirk Tulln erlitt schwere Kopf- und Schnittverletzungen. Das Wasserfahrzeug war nur über Stegleitern zu erreichen. Das Rettungsteam versorgte den 50-Jährigen noch auf seinem Boot, ehe gemeinsam mit Feuerwehrkräften die schwierige Bergung durchgeführt wurde. Mittels Zillen der Feuerwehr wurde der Verletzte zum Ufer gebracht und per Kran über die Böschung gehoben. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus Tulln gebracht.

Bootfahrer könnte alkoholisiert gewesen sein

Zur Ursache der Kollision auf der Donau teilte die NÖ Sicherheitsdirektion am Nachmittag mit, dass der Motorbootfahrer vermutlich alkoholisiert war. Der slowakische Kapitän hatte noch versucht, den 50-Jährigen mittels Hupzeichen zu warnen.

Der Motorschubschiffverband mit drei Schleppern - davon zwei aneinander gekoppelt und einer vorne dran - war von Altenwörth kommend stromabwärts unterwegs gewesen, das Motorboot stromaufwärts. Als es etwa auf Höhe des Schiffverbandes war, fuhr der 50-Jährige plötzlich aus seiner Sicht gesehen nach links direkt auf den vorderen Schlepper zu. Das Motorboot streifte mit der Steuerbordseite den Bug des Schleppers im rechten Bereich.

Durch die Wucht des Aufpralles wurde der 50-jährige verletzt, und das Motorboot trieb führerlos am Schubschiffverband vorbei. Den Matrosen gelang es, das Boot mittels Bootshaken zum Schubschiff zu ziehen und es dann zu vertäuen. Dann fuhr der Kapitän zurück zur Donau-Chemie und legte im dortigen Hafen an. In der Zwischenzeit alarmierte er die Schleusenaufsicht, die ihrerseits Rettung, Feuerwehr und Polizei verständigte.

Nach Angaben der Feuerwehr Tulln hatte ein Beschäftigter der Donau-Chemie die Landeswarnzentrale um 12.07 Uhr über die Kollision informiert. Beim Eintreffen der Feuerwehren war das beschädigte Sportboot bereits provisorisch am Schubverband befestigt. Nach der Bergung des Verletzten wurde das stark beschädigte Boot mit Hilfe zweier Feuerwehrboote stromaufwärts in den nahen Yachthafen Klein Schönbichl geschleppt. (APA)

  • Bergung des Verletzten
    foto: feuerwehr tulln

    Bergung des Verletzten

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