Deutschland hat erste Geophysikprofessorin

11. Juli 2007, 13:00
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Charlotte M. Krawczyk hat seit 1. Juni Lehrstuhl in Hannover inne - Erste Vergabe an Frau: Hans Salzer Preis an Alja Gössler

  • Erste deutsche Geophysikprofessorin hat in Hannover ihren Dienst aufgenommen

    Frau Professor Dr.in Charlotte M. Krawczyk hat in dieser Woche die Leitung der Sektion "Seismik und Potenzialverfahren" am hannoverschen Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA-Institut) übernommen. In einer gemeinsamen Berufung von GGA-Institut und Technischer Universität (TU) Berlin setzte sie sich gegen die starke männliche Konkurrenz durch und wurde am 1. Juni zur Universitätsprofessorin ernannt. Damit ist sie die erste deutsche Frau, die eine Professur im Fachgebiet der Geophysik bekleidet.

    Für ihre Forschungsarbeiten über die seismische Abbildung des Untergrundes und der quantitativen Interpretation von Gesteinseigenschaften und -verformung bietet das GGA-Institut als überregional tätige Forschungseinrichtung für angewandte Geowissenschaften eine ideale Plattform. Professor Krawczyk leitet in Hannover eine 28-köpfige Arbeitsgruppe und wird zusätzlich zwei Semesterwochenstunden Geophysik an der TU Berlin lehren.

    >>> Mehr zur Person

  • Hans Salzer Preis an Alja Gössler

    Der Hans Salzer Preis - DIE Auszeichnung in der deutschsprachigen Kinderchirurgie - wird erstmals an eine Frau vergeben.

    Grundsätzlich wird der Preis nur selten vergeben - das letzte Mal 2001 - und für klinische Studien nur in Ausnahmefällen. Die Empfängerin, Dr.in Alja Gössler, 34, hat eine wegweisende Studie zum Thema Autoagression bei schwerbehinderten Kindern veröffentlicht, die bereits zu einem Umdenken in der Behandlung geführt hat.

    Bisher waren alle Empfänger ausschließlich Männer.

    >>> Hans Salzer Preis(red)

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