Nestlé setzt auf Spezialnahrung

10. Juli 2007, 11:31
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In der durch millirdenschwere Zukäufe verstärkten Sparte Nutrition strebe Nestlé langfristig einen organischen Umsatzzuwachs von zehn Prozent an

Zürich - Der weltgrößte Lebensmittel- und Getränkekonzern Nestle steht zu seinen langfristigen Wachstumszielen und legt den strategischen Fokus weiter auf den Bereich Spezialnahrung. In der durch millirdenschwere Zukäufe verstärkten Sparte Nutrition strebe Nestle langfristig einen organischen Umsatzzuwachs von zehn Prozent an, bekräftigte Spartenchef Richard Laube am Donnerstag in einer Präsentation auf einem Investorentreffen am Firmensitz im schweizerischen Vevey.

Die operative Gewinnmarge auf EBIT-Basis solle auf 20 Prozent oder mehr steigen. Gegenwärtig liegt die Marge bei knapp 17 Prozent und damit über der Profitabilität des gesamten Konzerns.

Nestle setzt große Hoffnungen auf das Geschäft mit Spezialnahrung, zu der Babykost, Gesundheits- und Sportlerkost zählt. Der durch Markenprodukte wie Kaffee und Schokolade bekannte Konzern will sich in ein Unternehmen für Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden wandeln und hat zu diesem Zweck einige Mrd. investiert: So hatte Nestle den US-Diätspezialist Jenny Craig und von Novartis die Sparte Medical Nutrition und die US-Babynahrungsmarke Gerber zugekauft.

Forschung und Entwicklung

Der Umsatz des Geschäftsbereiches soll so bis 2008 auf zehn Mrd. Schweizer Franken (6,07 Mrd. Euro) steigen, davon allein in den USA auf 3,7 Mrd. Franken. Nestle Nutrition wolle rund 2,1 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung stecken.

2006 setzte Nestle insgesamt 24,3 Mrd. Franken um. Die Integration der Zukäufe sei auf Kurs, hieß es in der im Internet veröffentlichten Präsentation. Die jüngsten Transaktionen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2007 abgeschlossen sein.

Zudem bekräftigte Nestle-Finanzchef Paul Polman erneut die Gruppenziele eines organischen Wachstums zwischen fünf und sechs Prozent sowie einer höheren operativen Marge bei konstanten Wechselkursen. Zu schaffen machen Nestle die stetig steigenden Rohstoffpreise, denen der Konzern etwa durch Preiserhöhungen gegensteuern muss. (APA/Reuters)

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