Ein Schmetterling aus Asien

7. Juni 2007, 16:52
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Lesbisches Leben und Lieben in Hong Kong steht inmitten des Spielfilms "Hu Die" von Regisseurin Yan Yan Mak

Geschichten von Schmetterlingen erzählen von Entwicklung und Befreiung, von der Schönheit und vom Abheben. Unter diesen programmatischen Titel hat die Regisseurin Yan Yan Mak ihren zweiten Spielfilm gestellt: "Hu Die". Ihr Erstlingswerk "Brother" gewann mehrere internationale Preise und auch dieser Film konnte bereits zwei Auszeichnungen einheimsen. Im Mittelpunkt steht die 30-jährige Lehrerin Flavia, die gemeinsam mit Mann und Kind ein unauffälliges Leben in Hong Kong führt. Dies ändert sich jedoch durch die Begegnung mit der jungen Sängerin Yip.

Voller schöner Bilder und Musik werden Geschichten und Ebenen der erzählerischen Gegenwart und Vergangenheit verwoben. Erinnerungen an ihre Kindheit, Jugend und an die große Liebe zur politisch engagierten Jin werden in Flavia wach. Mit der Zeit, mit der Verarbeitung, mit den Anforderungen und Wünschen aus ihrem Umfeld (beispielsweise zwei sich liebende Schülerinnen) und mit dem Ausleben - im Film sehr offen gezeigter - lesbischer Sexualität und Liebe wächst Flavias Kraft, ihren eigenen Weg zu gehen und für ihre Wünsche zu kämpfen. Einziger Wermutstropfen des sehr schönen Spielfilms vom asiatischen Kontinent sind die viel zu rasch ausgeblendeten Untertitel. (dy)

Hu Die (Butterfly)
Yan Yan Mak, Hongkong 2004, 35mm, Farbe, 124 min, kantonesisch/mandarin OmeU

Best New Artist: Tian Yuan – Hong Kong Film Awards 2005.
Best Screenplay Adapted from Another Source – Taipei Golden Horse Film Festival 2004.

Sonntag, 10.6., 22 Uhr, Cinemagic
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