Ahold verdient im ersten Quartal weniger

1. Juli 2007, 17:25
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Die Sanierung seines US-Geschäftes hat zu Jahresanfang den Gewinn beim niederländischen Einzelhändler Ahold nicht so stark belastet wie erwartet

Amsterdam - Die Sanierung seines US-Geschäftes hat zu Jahresanfang den Gewinn beim niederländischen Einzelhändler Ahold nicht so stark belastet wie erwartet. Nach Steuern verdiente Ahold nach Angaben vom Donnerstag im ersten Quartal 241 Millionen Euro und damit lediglich zwei Prozent bzw. drei Mio. weniger als ein Jahr zuvor. Börsianer hatten im Schnitt mit einem Rückgang um sieben Prozent gerechnet.

"Das erste Quartal war ein ermutigender Start ins Jahr", erklärte Ahold-Chef Anders Moberg, der den Einzelhändler nun auf Kurs zu einer Erholung sieht. Ahold hatte bereits vor einem Monat für das erste Quartal wegen Währungseffekten und Spartenverkäufen einen Umsatzrückgang von 0,7 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro vermeldet.

Zwei Drittel in den USA

Zwei Drittel davon nehmen die Niederländer in den USA ein. Das Unternehmen hatte vor wenigen Wochen sein krisengeschütteltes US-Cateringgeschäft U.S. Foodservice für gut fünf Milliarden Euro abgestoßen. Seine anderen US-Ketten Stop & Shop sowie Giant-Landover will Ahold derzeit nach dem Vorbild seiner heimischen "Albert Heijn"-Supermärkte mit niedrigeren Preisen und einem breiteren Sortiment erfolgreicher machen.

Im ersten Quartal fiel der operative Gewinn der US-Ketten jedoch wegen des Strategiewechsels um gut ein Viertel auf 173 Mio. Euro. "Albert Heijn" dagegen übertraf die Erwartungen mit einem knapp 50-prozentigen Gewinnanstieg auf 150 Mio. Euro. (APA/Reuters/dpa)

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