"Ryna": Erwachsen-Werden in Männergesellschaft

6. Juni 2007, 18:12
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kinovi[sie]on zeigt ersten Langspielfilm von Regisseurin Ruxandra Zenide im Leokino im Rahmen des Film Festivals Innsbruck

kinovi[sie]on präsentiert am 8. Juni im Rahmen des 16. Internationalen Film Festivals Innsbruck (5.-10. Juni) "Ryna", den preisgekrönten ersten Langspielfilm von Ruxandra Zenide in Anwesenheit der Regisseurin und der Hauptdarstellerin Dorotheea Petre.

Nicht sein dürfen, was man ist

Die 16jährige Ryna lebt in einem kleinen Dorf im Donaudelta Rumäniens. Sie arbeitet in der Tankstelle/Werkstätte ihres autoritären Vaters, der sie streng erzieht und wie einen Sohn behandelt. Sie darf nicht sein, was sie ist: ein Mädchen. Aber trotz ölverschmiertem Overall und häufigen Haarschneideaktionen gegen ihren Willen, ist unverkennbar, dass aus Ryna eine junge Frau geworden ist.

In ihrem mehrfach ausgezeichneten ersten Langspielfilm beschreibt Ruxandra Zenide auf sensible und poetische Weise Rynas (schmerzhaften) Prozess des Erwachsen-Werdens, ihren einsamen Kampf für persönliche Freiheit und Wahrung der eigenen Identität in einer männlich dominierten Gesellschaft. Es ist aber auch ein Film über Armut, soziale Unterdrückungsmechanismen und Machtstrukturen. (red)

Freitag, 8. Juni, 21 Uhr
Ticketreservierung: 0512/ 560470

Links

LEOKINO, Anichstraße 36, Innsbruck

kinovi[sie]on – Das Projekt des Otto Preminger-Instituts (Leokino/Cinematograph) stellt seit dem Internationalen Frauentag 2005 einmal monatlich (jeweils am 8.) das Filmschaffen von Frauen in den Mittelpunkt.
  • In ihrem ersten Langspielfilm gelingt es der 1975 in Bukarest geborenen, in Genf lebenden Ruxandra Zenide, die Geschichte von Korruption und Emanzipation in atmosphärisch dichten Filmbildern zu erzählen.
    foto: leokino
    In ihrem ersten Langspielfilm gelingt es der 1975 in Bukarest geborenen, in Genf lebenden Ruxandra Zenide, die Geschichte von Korruption und Emanzipation in atmosphärisch dichten Filmbildern zu erzählen.
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