Österreichs Papierverarbeiter waren 2006 gut unterwegs

1. Juli 2007, 17:29
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Für 2007 Fortsetzung der guten Konjunktur erwartet - Preise werden weiter steigen

Wien - Österreichs Papierverarbeitende Industrie hat ein gutes Jahr hinter sich. Die Produktion stieg 2006 im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 1,05 Mio. Tonnen, der entsprechende Verkaufswert erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Die Ausfuhren konnten 2006 um 5,5 Prozent auf 1,18 Mrd. Euro gesteigert werden, teilte der Fachverband der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie Österreichs (PPV) am Mittwoch mit. Mit weiteren Preiserhöhungen ist zu rechnen.

Im Verpackungssektor mit einem Plus von 5,0 Prozent war vor allem die Wellpappe (+ 7,3 Prozent) erfolgreich. Die Mitarbeiterzahl ging mit 9.300 (- 0,3 Prozent) geringfügig zurück. Unter Einbeziehung auch der nicht industriellen PVV-Unternehmen hat die Papierverarbeitung 2006 etwa 2 Mrd. Euro umgesetzt und rund 10.000 Personen beschäftigt.

Kostensteigerungen bei Rohpapier und Karton

2006 war geprägt von Kostensteigerungen bei Rohpapier und Karton sowie Energie und Transport. Die Phase entsprechender Preisanpassungen durch die Papierverarbeiter sei noch nicht abgeschlossen, da es bisher nur zur teilweisen Weitergabe der Kostenerhöhungen über die Produktpreise gekommen sei, so der Fachverband. Weitere Preiserhöhungen bei Rohpapieren, Karton und sonstigen Werkstoffen der Papierverarbeitung sind angekündigt. Mit Preisanhebungen durch die Papierverarbeiter, die bei einem Materialanteil von 50 Prozent diese Kostensteigerungen nicht selbst tragen können, ist zu rechnen.

Im 1. Quartal 2007 war die Papierverarbeitende Industrie sehr gut beschäftigt. Für 2007 wird mit einer Fortsetzung der guten Konjunktur und Zuwächsen im Ausmaß der Entwicklung des Bruttonationalprodukts gerechnet. Neben den positiven Erwartungen sieht die PPV Industrie jedoch die dringende Notwendigkeit, auch eine den Produktionszuwächsen entsprechende Wertschöpfung zu erreichen. Markt- und Dienstleistungsorientierung, Flexibilität, Qualität und Innovation seien Kriterien für Erhöhung der Produktivität und Standortsicherung, heißt es dazu im Fachverband PPV. (APA)

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    foto: hans polly
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