Katholische Frauenbewegung: "Die Kraft ist weiblich"

7. April 2008, 16:18
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7000 Frauen feierten gemeinsam mit zahlreichen Festgästen in Salzburg 60-Jahres-Jubiläum - Bures ruft zur parteiübergreifenden Zusammenarbeit auf

Unter dem Motto" die Kraft ist weiblich" feierten am Samstag in Salzburg rund 7000 Frauen aus ganz Österreich und Südtirol gemeinsam mit zahlreichen Festgästen den 60. Geburtstag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Frauenministerin Doris Bures, die Staatsekretärinnen Christine Marek und Christa Kranzl sowie Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreichs Luitgard Derschmidt würdigten beim Festakt auf dem Kapitelplatz das Engagement der kfbö in Kirche und Staat. Sie forderten die mit rund 200.000 Mitgliedern größte Frauenorganisation des Landes zur weiteren parteiübergreifenden Zusammenarbeit auf. Denn trotz unterschiedlicher Weltanschauungen gäbe es, wie Frauenministerin Doris Bures betonte, gemeinsame Schnittstellen im Engagement für die gerechte Verteilung von Vermögen, Macht und Einfluss zwischen Männern und Frauen und zwischen Arm und Reich. Die Solidarität sei dabei ein gemeinsamer Grundpfeiler.

Burgstaller dankt für Prägung durch kfbö

Die sozialistische Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller dankte mit sehr persönlichen Worten für "die unglaublich positive Prägung", die sie in ihrem Leben durch die Katholische Frauenbewegung erfahren durfte. "Denn eigentlich haben sie mich neben meiner Mutter und meiner Familie gelehrt, wie wichtig es ist, über den Tellerrand hinaus zu schauen". Die kfbö habe ihr nicht nur vermittelt, dass die Kirche auch weiblich ist. Sie habe ihr auch sehr bald mit der Aktion Familienfasttag gezeigt, was gelebte Solidarität ist und welche Bedeutung Hilfe zur Selbsthilfe hat. Denn bereits als Kind wurde sie durch diese entwicklungspolitische Initiative der kfbö über die schwierigen Lebensbedingungen von Menschen in anderen Ländern informiert und zum Teilen motiviert. Burgstallter wünschte der Katholischen Frauenbewegung weiterhin " jene weibliche Kraft, die Berge versetzt, die Hürden abbaut, Brücken schlägt, damit die Menschen zueinander finden."

An dem Festakt nahmen auch die oberösterreichische Landtagspräsidentin Angela Orthner, Caritaspräsident Franz Küberl, VertreterInnen zahlreicher Schwesternorganisationen aus anderen christlichen Kirchen und den Nachbarländern teil. Der Generalvikar der Erzdiözese Salzburg, Prälat Hansjörg Hofer sowie Mitglieder des Domkapitels waren anwesend. Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser war überraschend an der Teilnahme am Festakt verhindert.

Im Rahmen einer Vesper am Freitagabend wurde in der Basilika Maria Plain eine Gedenktafel enthüllt. Denn die Katholische Frauenbewegung Österreichs wurde im Jahr 1947 am Christi Himmelfahrtstag in dieser Wallfahrtskirche gegründet. (red)

  • Die Katholische Frauenbewegung ist mit rund 200.000 Mitgliedern die derzeit größte Frauenorganisation Österreichs.
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    Die Katholische Frauenbewegung ist mit rund 200.000 Mitgliedern die derzeit größte Frauenorganisation Österreichs.
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