Besatzungsgegner errichteten "Militärsperre" in Tel Aviv

12. Juni 2007, 14:18
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Aktion von Friedensaktivisten zum 40. Jahrestag des Beginns des Sechs-Tage-Kriegs

Tel Aviv - Aus Protest gegen die seit 40 Jahren andauernde Besatzung der Palästinensergebiete haben israelische Friedensaktivisten am Dienstag eine symbolische Militärsperre im Herzen Tel Avivs errichtet. Die Sperranlage auf einem zentralen Platz der Küstenstadt sollte den Bewohnern veranschaulichen, wie israelische Soldaten Palästinenser im Westjordanland behandeln, berichteten israelische Medien. Schauspieler stellten dabei Soldaten und Palästinenser dar. Die Aktion sollte Auftakt für eine Reihe von Protestaktionen gegen die Besatzung der Palästinensergebiete sein.

Israel hatte während des Sechs-Tage-Kriegs, der am 5. Juni 1967 begann, den Gaza-Streifen und das Westjordanland mit Ost-Jerusalem sowie die Golanhöhen und die Sinai-Halbinsel erobert. Aus dem Gaza-Streifen und dem Sinai hat sich Israel inzwischen wieder zurückgezogen.

Mit der Eroberung der Palästinensergebiete begann die systematische Landnahme durch jüdische Siedler. Inzwischen leben im Westjordanland etwa eine Viertelmillion Israelis. Die Siedlungen im Gaza-Streifen hat Israel im Sommer 2005 komplett geräumt, hält das Gebiet jedoch von außen abgeriegelt. Im Westjordanland wird die Reise- und Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bewohner durch zahlreiche Straßensperren stark eingeschränkt. Israel rechtfertigt dies als Kampf gegen palästinensischen Terror. (APA/dpa)

  • Aktivist in der Rolle eins Polizisten.
    foto: ap/ariel schalit

    Aktivist in der Rolle eins Polizisten.

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