Österreich tritt europaweitem Notfallrufsystem für Autos bei

14. Juni 2007, 10:48
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Gemeinsam mit Deutschland - Standortinformationen werden nach Unfall automatisch übertragen - Ab 2010 für alle Neuwagen

Mit Österreich und Deutschland haben zwei weitere EU-Staaten die Initiative der Kommission für ein europaweites Notfallrufsystem für Autos unterzeichnet. Das als "eCall" (emergency call) bezeichnete Notrufsystem, das auf der einheitlichen europäischen Notrufsystem 112 basiert, und als Teil der Kommunikation im Fahrzeug mit der Elektronik im Wagen vernetzt ist, kann im Fall eines Unfalls in Sekundenschnelle über die regulären Mobilfunknetze alle wichtigen Unfallinformationen an eine Notfallzentrale übertragen.

Breite Initiative

Neben Österreich und Deutschland haben bisher die EU-Staaten Griechenland, Italien, Zypern, Litauen, Slowenien, Finnland, Schweden sowie die Schweiz, Norwegen und Island die Initiative unterzeichnet. EU-Medienkommissarin Viviane Reding erklärte am Dienstag in Brüssel, wenn die Sicherheit der Bürger auf dem Spiel stehe, dürften sich weder Wirtschaft noch öffentliche Verwaltungen ihrer Verantwortung entziehen.

Reaktionszeiten um die Hälfte verkürzen

eCall soll die Reaktionszeiten von Rettungskräften um durchschnittlich 50 Prozent verkürzen und so die Zahl der Unfälle mit Todesfolge, die Zahl der Schwerverletzten und das Risiko von Traumata reduzieren. Schätzungen gehen davon aus, dass durch das System in Europa jedes Jahr 2.500 Menschenleben gerettet werden können. Zuletzt gab es in Europa im Jahresschnitt 43.000 Verkehrsunfalltote. Ab 2010 sollen alle Neufahrzeuge mit der eCall-Technik ausgerüstet werden.(APA)

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    foto: öamtc
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