Dienstleister der Euro-Zone gewinnen an Schwung

1. Juli 2007, 17:29
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Die Geschäfte der Dienstleister in der Euro-Zone haben im Mai an Schwung zugelegt wie der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex ergibt

Berlin - Die Geschäfte der Dienstleister in der Euro-Zone haben im Mai an Schwung gewonnen. Der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex stieg auf 57,3 von 57,0 Punkten im April, wie das britische Forschungsinstitut NTC am Dienstag mitteilte. Damit verharrt das Barometer bereits seit fast vier Jahren über der Marke von 50 Punkten, ab der ein Wachstum des Sektors angezeigt wird. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg auf 57,1 Zähler gerechnet.

Die 2.000 befragten Unternehmen meldeten den dritten Monat in Folge einen kräftigeren Auftragseingang. Der Teilindikator legte auf 57,5 von 57,1 Punkten zu. In Frankreich, Italien und Spanien beschleunigte sich das Neugeschäft. Nur in Deutschland wuchs es weniger kräftig als im Vormonat, blieb aber über dem Jahresschnitt 2006.

Kosten für Unternehmen legen zu

Der Auftragsrückstand nahm in allen vier großen Euro-Ländern weiter zu. Dies veranlasste die Firmen zu vielen Neueinstellungen. Den kräftigsten Stellenzuwachs verzeichnete Frankreich, gefolgt von Deutschland. Lediglich in Spanien verlangsamte sich der Beschäftigungsaufbau. Der Beschäftigungsindikator für die Euro-Zone kletterte auf 55,6 von 54,1 Zählern - nur ein Mal in den vergangenen sechseinhalb Jahren wurde ein höheres Niveau erreicht.

Kosten legen zu

Die Kosten für die Unternehmen legten weiter zu, wenn auch nicht so stark wie im April. Höhere Benzinpreise und Lohnkosten sorgten für Preisauftrieb. Die Dienstleister hoben deshalb ihre Preise an, wenn auch so gering wie seit fünf Monaten nicht mehr.

Auch die Industrie in der Euro-Zone hatte ihren seit knapp zwei Jahren anhaltenden Aufschwung im Mai fortgesetzt. Der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex fiel zwar auf 55,0 von 55,4 Punkten im April und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2006. Er blieb aber deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert von 52,7 Punkten. (APA/Reuters)

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