ACR mit 51 Millionen Euro Umsatz

6. Juli 2007, 16:21
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Die zweitgrößte außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Österreich konnte sich behaupten

Wien - Mit einem Umsatz von 51,2 (2005: 46,8) Mio. Euro und 660 Mitarbeitern hat die Austrian Cooperative Research (ACR), die Vereinigung der kooperativen Forschungsinstitute, im Vorjahr ihren Platz als zweitgrößte außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Österreich behaupten können. 2006 wurden von den 18 Mitgliedsinstituten mehr als 1.000 Forschungsprojekte, 31.000 Prüf- und Messaufträge sowie fast 18.000 Gutachten und Sachverständigentätigkeiten vor allem für kleine und mittlere Unternehmen abgewickelt, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten ACR-Jahresbericht hervorgeht.

In dem Jahrbuch hat ACR erstmals einen Vergleich der außeruniversitären Forschungslandschaft angestellt. Demnach waren 2005 die Austrian Research Centers (ARC Seibersdorf) mit 934 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalent) und einem Umsatz von 114,7 Mio. Euro die größte derartige Einrichtung. Am höchsten waren hier auch die Förderungen der öffentlichen Hand mit 60,6 Mio. Euro. An zweiter Stelle folgen die ACR (526 Mitarbeiter, 46,8 Mio. Euro Umsatz), die 2,4 Mio. Euro öffentliche Mittel erhielt. An dritter Stelle kommt Joanneum Research (344 Mitarbeiter, 31,3 Mio. Euro Umsatz, 7,2 Mio. Euro von der öffentlichen Hand). Deutlich kleiner sind Salzburg Research und Upper Austrian Research. Führend ist ACR diesem Vergleich zufolge mit 84,4 Prozent direkter Leistungserbringung an Unternehmen, gefolgt von Upper Austrian Research (82 Prozent), ARC (32,5 Prozent), Joanneum Research (32,3 Prozent) und Salzburg Research (12,9 Prozent).

Strategie sieht Ausbau vor

ACR hat im Frühjahr ein Strategiepapier für die Jahre 2007 bis 2009 vorgelegt. Ziel ist es, durch den Ausbau der Geschäftsbereiche und des Dienstleistungsangebots zum Marktführer im Bereich der angewandten außeruniversitären Forschung zu werden. Dazu läuft derzeit eine Kunden- und Mitarbeiterbefragung, deren Ergebnisse Ende Juni vorliegen sollen, wie ACR-Geschäftsführer Johann Jäger erklärte.

Verstärken will ACR den Bereich Querschnittstechnologien im Rahmen des neu aufgesetzten Förderprogramms COIN der Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Dabei geht es um u.a. um die Anwendung etablierter Technologien in anderen Bereichen, etwa der Einsatz von Computertomografen zur Begutachtung von Gießereiprodukten, Holz- oder Beton-Bauteilen. Weiters sollen die ACR-Institute bei der Internationalisierung unterstützt werden. "Wenn eines unserer Institute den Schritt über die Grenze wagt, ziehen sie damit auch KMU in dieser Branche nach, die damit ihre Scheu vor internationalen Kooperationen überwinden", so Jäger. Dazu dienen so genannte Collective Research Projekte, bei denen ACR-Institute unter Beteiligung von KMU an internationalen Projekten arbeiten.

Dachverband

ACR ist der Dachverband von 18 kooperativen Forschungseinrichtungen wie Schweißtechnische Zentralanstalt, Gießerei-Institut, Holzforschung Austria oder Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI). Rund 71 Prozent der Aufträge an die Institute kommen von Klein- und Mittelbetrieben. (APA)

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