Politische Bildung als Unterrichtsfach

21. April 2008, 14:11
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Schmied will eigenes Schulfach, auch Fächerkombination möglich - Unterrichts­ministerin will mit 300 Betroffenen beraten

Wien - Politische Bildung müsse in den Schulen früher beginnen als bisher, sagt Unterrichtsministerin Claudia Schmied im Ö1 Morgenjournal. Bisher habe ja politische Bildung in den Schulen erst jenseits der 16-Jahre-Grenze so richtig begonnen. Vorerst aber müsse geklärt werden, ob es beim so genannten Unterrichtsprinzip politische Bildung bleibt - also einer Art Leitlinie, die in allen Unterrichtsfächern mitberücksichtigt werden muss. Oder ob die politische Bidlung Teil einer Fächerkombination wird, wie es sie etwa derzeit zum Beispiel als Geschichte und Sozialkunde gibt, oder als Biologie und Umweltkunde, oder: Variante drei - ob die politische Bildung ein eigenes Unterrichtsfach wird.

Eigenes Schulfach

Ministerin Schmied wägt die Möglichkeiten ab und lässt eine Vorliebe für ein eigenes Unterrichtsfach politische Bildung erkennen: "Ein eigenes Fach wäre durchaus schön", aber fix sei noch nichts. Die Ministerin will die Sache mit 300 Betroffenen und Betreffenden bei einem Symposion besprechen - mit Lehrern, Eltern, Schülern, Wissenschaftern.

Seminare

Was dann kommt an den Schulen, wird erst im Schuljahr 2008/2009 kommen - und erst nach den nächsten Landtagswahlen in einzelnen Bundesländern. Über die Finanzierung hält sich Claudia Schmied bedeckt. In einem ersten Schritt wird es jedenfalls ab Herbst in den pädgaogischen Hochschulen Seminarangebote für Lehrer geben, die Politik lehren wollen. (red)

  • Ministerin Claudia Schmied hat eine Vorliebe für ein eigenes Unterrichtsfach "POlitische Bildung" - allerdings ist die Finanzierung noch unklar.
    foto:der standard/ matthias cremer

    Ministerin Claudia Schmied hat eine Vorliebe für ein eigenes Unterrichtsfach "POlitische Bildung" - allerdings ist die Finanzierung noch unklar.

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