Crossover: Über die Grenzen hinweg

13. Juli 2007, 15:41
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Drei Jahre nach der EU-Erweiterung ist für viele weiter "terra incognita", was drüben - jenseits der Grenzen - passiert

"Es wächst zusammen, was zusammengehört." Der Wunsch von Willy Brandt war auf das noch geteilte Deutschland bezogen, lässt sich aber auch auf Europa, insbesondere auf Mitteleuropa, ausdehnen. Aber drei Jahre nach der EU-Erweiterung ist für viele weiter "terra incognita", was drüben - jenseits der Grenzen - passiert.

So blicken österreichische Zeitungen traditionell mehr in Richtung Deutschland, berichten aber zu wenig, was sich in unmittelbarer Nachbarschaft tut: in Bratislava, Brünn oder Budapest gibt es etwa auch lebendige Theaterszenen. Wir wollen Kultur- und Lesetipps geben, aber auch Autoren einladen, über ihre Grenzerfahrungen zu berichten. Wenn nach und nach Schlagbäume verschwinden, so sollen gerade Erinnerungen nicht entschwinden. Unsere Korrespondenten werden aufzeigen, was in ihrer Region geschieht.

Die STANDARD-Serie "Crossover" lädt nicht nur dazu ein, Grenzen zu überwinden, sondern wir wollen auch Themen aufgreifen, bei denen Österreich mit seinen Nachbarn im wahrsten Sinne des Wortes "übers Kreuz" ist - wie beim Thema Verschmutzung der Raab. Dass der Rahmen der medialen Berichterstattung jeden Dienstag ein Stück weiter gezogen wird, dafür sorgt Josef Kirchengast, der nicht nur seine außenpolitischen Erfahrungen, sondern auch sein mitteleuropäisches Kulturverständnis einbringt. (Alexandra Föderl-Schmid//DER STANDARD-Printausgabe, 05.06.2007)

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