Rochenflügel mit Kapern und Olivenöl

22. Juni 2007, 12:33
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Wir haben uns für Rochenflügel entschieden, weil Rotbarbe, Branzino und Co. eh schon in aller Munde sind

Unsere Rochenflügel stammen vom Naschmarkt. Erkan Umar bietet die Knorpelfische schon küchenfertig (also abgezogen) und vergleichsweise preiswert an (1 Kilo um 22 Euro). Dabei hat der Rochen ein wunderbar saftiges Fleisch und – als Knorpelfisch eh klar – keine Gräten.

Tierschützer beklagen zwar, dass die Rochen quasi wie Haifische nur der Flossen wegen getötet werden, aber im Gegensatz zur Haifischflosse, an der viele dutzende Kilo ansonsten nicht verarbeitetes Fleisch hängen, besteht ein Rochen hauptsächlich aus den Flügeln. Auch bei anderen Fischen werden bekanntlich die Innereien nicht mitgegessen, also haben wir die Rochenflügel ohne größere ethische Bedenken verspeist.

Schmecken übrigens sehr gut, und wer noch nie Rochenflügel zubereitet und verspeist hat, sollte sich ruhig mal was Neues gönnen.

Das Rezept zum Ausdrucken

Dazu empfehlen wir:
Grüner Veltliner Federspiel 2006, Weingut Rudi Pichler, Wösendorf

Exkurs Wissen:

Gleich den Haien zählen die Rochen (frz.: raie — it.: razza) zu den Knorpelfischen. Ihre vergrößerten Brustflossen (Flügel) sind mit Kopf und Rumpf verwachsen, der Mund und die fünf Kiemenöffnungen liegen auf der Bauchseite. Von kulinarischem Interesse sind in erster Linie die «echten Rochen», Bewohner der kühleren Meere. Sie haben einen rautenförmigen Körper, der Rücken und die Oberseite des Schwanzes sind mit zahlreichen Stacheln und Dornen bewehrt. Der vor allem im Frankreich begehrte Nagelrochen kann starke elektrische Schläge austeilen, der Glattrochen – mit bis zu 2,40 Metern Länge der größte europäische Rochen – ist weit verbreitet, wird sogar in der Ostsee gefangen. In der Regel werden von den Rochen nur die Flügel angeboten, nur kleinere Exemplare finden sich auch schon mal als Ganze auf den Fischmärkten. (Aus: Aalfred

Diese Speise wurde zubereitet mit freundlicher Unterstützung von: Fischhandlung UMAR, Naschmarkt,
crupi alimentari, Sizilianische Spezialitäten, 1040 Wien, Margaretenstr. 4
Rezept nach: Marianne Kaltenbach – Meine Fischküche, Hallwag Verlag
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