Kritisierter Lernbehelf wird überarbeitet

von Redaktion  |  15. Februar 2008, 11:34

Behindertenvertreter rügten "grausliche und entwürdigende" Darstellung von genetisch bedingten Erkrankungen

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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candy
06.06.2007 00:20
RE: Absurde Diskussion

Wer hat behauptet, daß die Abtreibung = Tötung eines gesunden Kindes (Ja, hier geht es um lebende Kinder) politisch korrekt ist?

Jedenfalls macht es für das betroffene Kind, sei es nun behindert oder nicht, keinen Unterschied, ob seine Tötung politisch korrekt ist oder nicht.

Politische Korrektheit ist nichts anderes als Schönfärberei, man sollte die Dinge lieber beim Namen nennen und jeder weiß, was mit Abtreibung oder Schwangerschaftsabbruch gemeint ist.

Eris 
06.06.2007 18:28

Hundertprozentige Zustimmung.
"Wer hat behauptet, daß die Abtreibung = Tötung eines gesunden Kindes (Ja, hier geht es um lebende Kinder) politisch korrekt ist?": Schauen Sie in den feministischen Teil dieses geschätzten online-Mediums.

gesteckteziele 
05.06.2007 14:18
Hm.

Ob der ÖVP-Behindertensprecher Menschen mit Trisomie 21 über die unglaublichen Vorteile Ihres Defekts aufklärt.

Nur wer einen genetischen Defekt als Fehler bezeichnet, nimmt den Betroffenen nicht Ihre würde.. er sagt nur die Wahrheit.

Als nächstes spricht sich Herr Huainigg vermutlich gegen zukünftige Therapien von genetischen Krankheiten aus...

Durga
05.06.2007 16:07
Ich weiß nicht, ob Sie ganz begreifen...

...worum es hier geht.

Es geht nicht um ein "Seids doch bitte lieb zu uns!" Es geht - wie schon andere Forumsmitglieder darauf hingewiesen haben - UM LEBEN UND TOD. Es geht darum, dass bereits heute etwa viel weniger Trisomiker geboren werden als, sagen wir, vor 30 Jahren.

Warum? Wegen der Pränataldiagnostik, deren einziges Ziel es ist, Kinder mit tatsächlichen oder vermuteten Missbildungen (von der Hasenscharte bis zur Anenzephalie) aus dem Mutterleib direkt ins Jenseits zu befördern. Eugenik, olé!

Betroffenen Eltern empfehle ich übrigens die folgende Mut machende Seite: www.benotafraid.net

Eris 
05.06.2007 20:23

Seit es die Möglichkeit der Fruchtwasserbiopsie gibt, werden nur noch wenige Kinder mit Trisomie 21 geboren. Die Schwangerschaften werden abgebrochen. Ist das behindertenfeindlich? Entsteht jetzt tatsächlich die absurde Situation, daß die Abtreibung eines gesunden Kindes politisch korrekt ist, die Abtreibung eines behinderten Kindes aber nicht?

gesteckteziele 
05.06.2007 19:27
Es werden wenger Trisomiker geboren?

Gut so!
Was sie anscheinend nicht kapieren: Menschen mit T21 sind kein drittes Geschlecht, keine erstrebenswerte Eigenart... T21 ist ein Defekt.
Niemand wir gezwungen sein Kind mit T21 abzutreiben, nur Eltern haben ein Recht darauf zu wissen, ob ihr Kind gesund ist oder nicht. Ob sie ihr T21 Kind mit Liebe groß ziehen oder rechtzeitig abtreiben ist nur DEREN Entscheidung, nicht die Ihre!

Noch was, sie Polemiker: Kein vernünftiger Mensch wird sein Kind wegen eine Hasenscharte abtreiben, diese ist meist ohne Probleme chirurgisch behebbar.
T21 ist (noch) nicht heilbar.
Und sie Anenzephalie ins Feld führen (ein Defekt wo NIEMALS ein "Kind" da ist, da nun eben das HIRN fehlt) zeigt von Ihrer Verblendung!
Realismus hat nichts mit Eugenik zu tun.

Durga
06.06.2007 10:29

"Es werden wenger Trisomiker geboren?
Gut so!"

Und jetzt erklären Sie mir mal, wo der Unterschied zwischen Ihnen und den Herren Ärzten von Hartheim, Spiegelgrund usw. liegt.... Würde mich wirklich interessieren.

"Kein vernünftiger Mensch wird sein Kind wegen eine Hasenscharte abtreiben"

Passiert alles schon heute:
http://www.chinadaily.com.cn/china/200... 672376.htm
http://findarticles.com/p/article... _n12585486

"Und sie Anenzephalie ins Feld führen (ein Defekt wo NIEMALS ein "Kind" da ist, da nun eben das HIRN fehlt) zeigt von Ihrer Verblendung!"

Nicht das Hirn, sondern nur Teile. Die Kinder werden lebend geboren:
http://www.anencephalie-info.org/deutsch.htm
http://www.anencephalie-info.org/fotos.htm

gesteckteziele 
06.06.2007 14:40
Eigentlich sollte ich mich nicht...

...mit Ihnen befassen, aber was soll's:

Zu der Nazikeule:
Ich interessiere mich einen Dreck für die Volksgesundheit und alle Eltern die ein behindertes Kind zur Welt bringen haben meinen Respekt (im Gegensatz zu Ihnen verdamme ich Eltern nicht die das nicht wollen / können.

Zur Hasenscharte:
Ich sage ja auch kein "vernüftiger" Mensch.

Zur Anenzephalie:
Ja die Kinder leben, aber Sie haben keinerlei Bewußtsein (und werden es niemals haben)... es ist nur ein lebendiger Körper. Ach ja und dieses Leben dauert maximal 10 Tage, spätestens dann wird Rest des Nervengewebes durch Infektionen zerstört und auch der Körper stirbt.

metall81 
05.06.2007 11:32
Das Ganze sei eine "rein defizitorientierte Betrachtungsweise"

Genau, man sollte vielmehr auf die Vorteile schwerer Gendefekte eingehen. So haben von Geburt an schwer Geistesbehinderte zum Beispiel den Vorteil, von dieser ganzen PC- Geschichte nichts mitzukriegen.

kopfsalat
05.06.2007 09:32
genetisch bedingte krankheiten

sind vielmehr super und machen uns froh???

metall81 
05.06.2007 10:59
Ich sehe jetzt auch nicht wo da der große Stein....

...des Anstoßes ist. Was müssen sich die Behinderten dann erst denken, wenn sie erfahren, dass ihnen bis knapp vor der Geburt eigentlich gar kein Lebensrecht zugesprochen wird, während "normale" Föten dieses schon ab der 13. Woche geniessen.

Karlgaard 
04.06.2007 22:48
grausam

die medizin ist eine grausame kunst.

wald und wiese
04.06.2007 20:06
ich habe schon einige vorträge dieses herrn gehört

er schlägt in die gesichter aller die sich bieten, auch seiner (zahlenden) patientinnen....darauf angesprochen meint er dann....ach da hab ich meine psychologinnen die betreuen "die" dann....
da erübrigt sich jedes weitere wort........

candy
04.06.2007 16:25
Hengstschläger ist Mitglied der Päpstlichen (!!!) Akademie für das Leben

Lebenslauf Hengstschläger
http://ealiz.at/texte/hen... v_kurz.pdf

Eris 
05.06.2007 10:47
Und?

candy
05.06.2007 15:35
Re: Hengstschläger ist Mitglied der Päpstlichen (!!!) Akademie für das Leben

Als (offensichlich) bekennender Christ und Mitglied einer Päpstlichen Akademie FÜR DAS LEBEN dürfte er behinderte Menschen nicht als Missgeburten darstellen.

Eris 
05.06.2007 16:44
Tut er ja nicht

Mißgeburt ist ein grausames Wort, und ich glaube nicht, daß es so in dem Buch drinsteht. Aber Dysgenesiesyndrome (um es verträglich auszudrücken) sind nun mal, was sie sind - nämlich nicht gesund, auch nicht anders gesund, und mit dem Überleben nur teilweise vereinbar. Sehr viele von genetischen Mißbildungen oder Krankheitsbildern betroffene Menschen sterben entweder gleich nach der Geburt oder im Kindesalter. In dem Buch "die Macht der Gene" wird ein Fall von genetisch bedingter Fanconi-Anämie geschildert. Das betroffene Kind ist keine "Mißgeburt", aber ohne Stammzellentherapie dem Tod im Alter von ca. sechs Jahren geweiht. Das soll man nicht aussprechen dürfen?

Otto 89
04.06.2007 14:49
Das Buch

"Die Macht der Gene. Schön wie Monroe, schlau wie Einstein" von selbigem Autor wurde letztes Jahr massiv von Ö3 zum Lieblingsbuch der intellektuellen Österreicher - "das Buch, das jeder liest", hochstilisiert...

Und auch dieses Buch war schon ein Schlag ins Gesicht aller Behinderten.

horsti
05.06.2007 01:08
wie jetzt?

Ö3 oder intellektuell, beides geht nicht

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