Brustkrebs-Behandlung mit Tykerb

31. Jänner 2008, 22:27
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Studie zeigt gute Ergebnisse mit Medikament - Magnetresonanz- Tomographie zur Diagnose besser geeignet als Mammografie

Chicago - Bei der Diagnose und Behandlung von Brustkrebs bei Frauen hat es in den vergangenen Jahren nach Angaben von Expertinnen und Experten erhebliche Fortschritte gegeben. "Wir haben enorme Fortschritte beim Erkennen und der Behandlung vieler speziell bei Frauen auftretenden Krebsarten gemacht", sagte die Onkologin Julie Gralow von der Universität Washington anlässlich der Vorstellung verschiedener Studien beim Kongress der US-Vereinigung für Onkologie am Sonntag (Ortszeit) in Chicago.

MRT empfehlenswert

Laut einer Studie aus Deutschland bringt zum Erkennen von Brustkrebs nicht die Mammographie die sichersten Ergebnisse, sondern die Magnetresonanztomographie (MRT). Bei der Untersuchung von 6.000 Frauen wurden mit Hilfe der MRT demnach in 40 Prozent der Fälle Tumore entdeckt, die bei der Mammographie unentdeckt geblieben waren. Drei Viertel dieser Tumore waren hoch aggressiv. Laut der Autorin der Studie, der Radiologin Christiane Kuhl von der Universität Bonn, sind jedoch weitere Untersuchungen nötig, um Empfehlungen für die Anwendung der Brust-MRI in der klinischen Praxis auszusprechen.

Medikament verspricht Erfolg

Eine weitere bei dem Kongress vorgestellte Studie kommt zu dem Schluss, dass das Medikament Tykerb vom britischen Hersteller GlaxoSmithKline gute Ergebnisse bei der Behandlung von Brustkrebs aufwies, der bis ins Gehirn streute. Nach einer sechsmonatigen Behandlung mit Tykerb seien die Tumore bei sieben Prozent der Patientinnen um die Hälfte verringert worden. Bei 20 Prozent seien die Geschwüre um weniger als die Hälfte zurückgegangen.

Unterschiede

Trotz der Erfolge bei der Diagnose und Behandlung sterben jedes Jahr weltweit eine halbe Million Frauen an Brustkrebs. In den USA verläuft die Krankheit laut einer ebenfalls am Sonntag veröffentlichten Untersuchung der Universität Texas bei Schwarzen meist schwerer als bei weißen US-Bürgerinnen. Zwischen 1999 und 2003 überlebten Weiße ihren Brustkrebs durchschnittlich 27 Monate, schwarze Patientinnen dagegen lediglich 17 Monate. (APA)

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    Grafische Tumor-Darstellung
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