Supermodel in Wien

3. Juni 2007, 20:22
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Modelmami Andrea Weidler und ihre Schützlinge beim Wettbewerb "Supermodel of the year"

Andrea Weidler ist definitiv nicht Heidi Klum. Und das ist nicht zuletzt im Interesse von hübschen jungen Menschen ganz gut so. Obwohl Frau Weidler eigentlich dasselbe tut wie Frau Klum. Weidler ist - unter dem Firmennamen "Wiener Models" - eine Modelagentur und daher immer auf der Suche nach Gesichtern (und Körpern). Und weil das angeblich Zeitgeist und Publikum, ganz bestimmt aber Sponsoren so wollen, findet diese Suche heute öffentlich und "Contest" benamst statt. Doch während Frau Klum Jungschönkörper Dinge tun lässt, die eher zum Gaudium der geifernden Masse denn zum Erkennen von - äh - "Talent" taugen, weiß Weidler (Branchenspitzname "Modelmami"), dass auf die Fast-Kinder später noch genügend erniedrigende Momente warten - und beließ es am Samstag beim Final-Casting zum jährlichen "Supermodel of the Year"-Wettbewerbes bei stinknormalen Fleisch- und Gesichtsbeschauen: Von 30 ausgesiebten Kandidaten schafften es neun Mädchen und sechs Burschen ins Austro-Finale.

Das findet am 23. Juni statt - und die Sieger dürfen dann in New York. Zum echten Finale. Ach ja: Statt "lustigen" Spielchen gab es für die Model-Kinder Samstag Unterricht - eine Vitaltrainerin (vulgo: Fitness- und Ernährungsberaterin) erklärte den Unterschied zwischen "schlank" und "magersüchtig". Aber so könnte man im Fernsehen wohl nicht wirklich Quote machen. (DER STANDARD-Printausgabe, 04.06.2007)

  • Weidler, vulgo Modelmami, und die Talente: Nur wenige schaffen es ins Finale.
    foto: hautzinger

    Weidler, vulgo Modelmami, und die Talente: Nur wenige schaffen es ins Finale.

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