Electronic Sports in Wien

31. Juli 2007, 14:54
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80 Teilnehmer "zocken" um Finale - Erstmals Mädchenteam dabei

Hier könnte man fast eine Stecknadel fallen hören, so leise ist es. Sobald das Spiel beginnt, starren die Teilnehmer konzentriert auf ihre Bildschirme, und haben alles rund um sich vergessen - die eleganten Räumlichkeiten des Wiener Palais Auersperg haben sich für ein Wochenende für die Qualifikation des Electronic Sports World Cups (ESWC) in eine moderne Spielhalle verwandelt.

Wettkampf

Auf 50 Computern liefern sich 80 heimische e-Sportler, dem wettkampforientierten Computerspielen, erbitterte Duelle. Jeder Teilnehmer hat einen Kopfhörer auf, um seine Mitstreiter nicht zu stören. Fast wie ferngesteuert kämpfen sie in einer virtuellen Welt. Die Computer laufen auf Hochtouren, trotzdem ist die Luft dank der hohen Räume im Palais nicht stickig.

Ruhe

Auch im verdunkelten Zuschauerraum ist es relativ ruhig. Mit großer Spannung verfolgt jeder auf der Leinwand die motorischen Fähigkeiten und das taktische Verständnis der Spieler, während ein Moderator das Geschehen kommentiert.

Herausfoderung

"Ich nehme die Herausforderung sehr ernst und trainiere oft", erklärt Baiy00r. Er ist Vizeweltmeister im e-Sport und in der Szene kennen ihn die meisten nur unter diesem Namen, aber im realen Leben heißt er Manuel Beier. Auch heuer will sich der 19-jährige Student beim nationalen Finale des ESWC für das Weltfinale qualifizieren. Im Vorjahr musste er sich dort lediglich einem Franzosen geschlagen geben.

Disziplinen

In verschiedenen Kategorien zeigen die Teilnehmer ihr Können. Weil jeder nur in einer Disziplin antreten darf, "zocken" nicht alle gleichzeitig. Während die jungen Männer auf ihre Qualifikationsrunden warten, unterhalten sie sich ganz locker mit ihren Konkurrenten, oder geben sich gegenseitig noch einige Tipps, und tanken mit einem Red Bull in der Hand Energie. "Das putscht auf", meint ein Gamer. Fast alle hier sind zwischen 18 und 23 Jahren und männlich.

Teams

Doch heuer nimmt erstmals im österreichischen e-Sport auch ein weibliches Team teil. Die Mädchen erhielten schon im Vorfeld die fixe Qualifizierung für Paris, denn Konkurrentinnen gibt es hier zu Lande noch nicht. "Wir werden von unseren männlichen Kollegen oft belächelt und meistens nicht ernst genommen", so die 20-jährige Denise Gstöttner. Trotzdem freuen sie sich schon auf Paris, damit "wir allen zeigen können, dass wir was drauf haben." (APA)

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