Online-Welt "Second Life" soll CO2-neutral werden

11. Juni 2007, 10:03
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In 40 Stunden produziere eine solche Computerfigur (Avatar) etwa zehn Kilo Kohlendioxid - Reale Aufforstung solls wieder gut machen

Nutzer der Online-Welt Second Life können den Energieverbrauch ihrer virtuellen Identität durch reale Aufforstungsprojekte in tropischen Regenwäldern wettmachen. Die Fachhochschule Eberswalde (Barnim) startet am Tag der Umwelt (5. Juni) mit Partnern eine entsprechende Initiative. Damit werde ein CO2-neutrales Leben in der Online-Welt "Second Life" gefördert, teilte die Fachhochschule am Freitag mit.

Verbrauch

Der Energieverbrauch von Internet-Identitäten sei beachtlich. In 40 Stunden produziere eine solche Computerfigur (Avatar) etwa zehn Kilo Kohlendioxid (CO2). Dies setzt sich aus dem Stromverbrauch des Spielebetriebs und jedes einzelnen Nutzers zusammen.

Entschädigung

Eine Figur kann den Angaben zufolge mit 350 so genannten Linden-Dollars (rund ein Euro) eine CO2-Neutralität für 40 Stunden erlangen. Die gesammelten Gelder kämen zu 100 Prozent Aufforstungsprojekten des Vereins PrimaKlima-weltweit in Madagaskar, Kongo und Ecuador zu Gute, hieß es. Die Fachhochschule wolle mit dieser Initiative und einer eigenen Repräsentanz in "Second Life" Nutzer für die Probleme des Globalen Umweltwandels sensibilisieren. Partner des Fachbereichs Forstwirtschaft ist auch der 3D-Spezialist Force Sunrise.

Rückblick

Die Online-Erlebniswelt "Second Life" (Zweites Leben) wurde vor mehr als vier Jahren vom US-amerikanischen Physiker Philip Rosedale und dessen kalifornischer Software-Schmiede Linden Lab erfunden. Die Idee: Die Nutzer besiedeln mit Computerfiguren (Avataren) eine virtuelle Welt, kommunizieren dort miteinander, treiben Handel und kaufen Grundstücke. Inzwischen haben sich nach Angaben des Betreibers weltweit rund sieben Millionen Nutzer registrieren lassen - nur ein Bruchteil von ihnen ist aber häufiger in der Online-Welt zu Gast. (apa)

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