Flash-Festplatte mit 256 Gigabyte vorgestellt

19. Oktober 2007, 10:02
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SSD zieht bei Kapazität und Formfaktor mit herkömmlichen Harddisks gleich - Transferraten von bis zu 60 Megabyte pro Sekunde

Der taiwanesische Speicherhersteller Power Quotient International (PQI) hat eine Solid-State-Disk (SSD) mit einer Kapazität von 256 Gigabyte vorgestellt. Die "256GB SSD Turbo+" genannte Flash-Platte ist im 2,5-Zoll-Formfaktor ausgeführt und soll Transferraten von bis zu 60 Megabyte pro Sekunde bieten. In der Größe hält diese Produktkategorie nun mit herkömmlichen Harddisks mit. Die bislang größte Festplatte in der Notebook-tauglichen 2,5-Zoll-Größe kommt von Western Digital und bietet Platz für 250 Gigabyte an Daten. Die bisher speicherfreudigste SSD stammt von Super Talent und fasst 128 Gigabyte. Der Käufer muss sich dafür allerdings mit dem Formfaktor 3,5 Zoll zufrieden geben.

Viele Vorteile

Gegenüber normalen Festplatten bieten die Flash-basierten Medien deutlich bessere Leistungswerte, verbrauchen weniger Strom und sind zudem durch das Fehlen beweglicher Teile besser gegen Schäden geschützt. Notebookhersteller verbauen die Medien mittlerweile auf Anfrage. Für die neue Technologie muss der User allerdings noch viel Geld ausgeben. PQI macht zwar keine Angaben zum Preis, im Vergleich mit anderen Anbietern und unter Berücksichtigung des aktuellen Preises für Flash-Module, kann man aber ausrechnen, dass das Produkt nicht unter 2.500 Dollar zu haben sein wird. Sandisk hat für seine 32-Gygabyte-SSD Kosten von etwa 350 Dollar genannt.

Rasantes Wachstum

PQI geht davon aus, dass die Flash-basierten Festplatten 2008 bereits 30 Prozent des Harddisk-Marktes ausmachen werden. Momentan ist der Preis allerdings noch eine deutliche Hürde für den Durchbruch am Massenmarkt. Bob Chu, zuständiger Produktmanager bei PQI, ist überzeugt, dass die Preise mit der steigenden Nachfrage nach SSDs deutlich fallen und die Produkte leistbar werden. Ähnlicher Ansicht teilen auch Branchenanalysten. "Momentan sind die Flash-Drives für Konsumenten noch nicht interessant genug. Mittelfristig wird der Preisverfall die Produkte über die Menge in leistbare Bereiche bringen", meint Commerzbank-Analyst Dennis Etzel. (pte)

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