Uniqa setzt in Bulgarien neue Vorstände ein

1. Juli 2007, 17:27
posten

Österreichische Manager Moritz und Lugstein folgen Ghenchev und Karadzhinova

Wien - Eine neue Führungsspitze gibt es bei der Uniqa Bulgarien. Mag Paul Moritz (59) wurde mit sofortiger Wirkung zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, Mag. FH Alfred Lugstein (50) wird neuer Vertriebsvorstand, teilte die Uniqa am Freitag mit. Die beiden österreichischen Uniqa-Manager bilden gemeinsam mit Finanzvorstand Nikolai Genchev das neue Führungsteam.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Yordan Ghenchev und Elena Karadzhinova scheiden einvernehmlich aus dem Vorstand aus.

Die Uniqa ist 2005 mit 20 Prozent bei der bulgarischen Vitosha eingestiegen und hält seit März 2007 die Mehrheit von 51 Prozent an dem Versicherungsunternehmen. Im Zuge der Mehrheitsübernahme kam es auch zur Umbenennung von Vitosha und Uniqa. Die Uniqa hatte Ende April Schwierigkeiten mit der bulgarischen Versicherungsaufsicht, weil Autoversicherungen nach Ansicht der Behörde billiger verkauft worden waren als der Aufsicht angezeigt. Das Ausscheiden von Vorständen war seinerzeit von der Finanzaufsicht als "erste ernsthafte Folge" für ein Unternehmen bezeichnet worden, das Polizzen zu niedrigeren Tarifen als bei der Aufsicht gemeldet, verkauft hat.

Unterstützung

In der für das Lebensversicherungsgeschäft zuständigen Tochtergesellschaft werden Moritz, Lugstein und Genchev weiterhin durch die beiden operativen Vorstände Georgi Georgiev und Nadejda Vantova unterstützt, heißt es in der heutigen Uniqa-Mitteilung weiter.

Moritz arbeitet seit 1988 in der Uniqa-Gruppe und leitet seit dieser Zeit den Konzernbereich Industrie und Großgewerbe. Er war auch in seiner bisherigen Tätigkeit bereits für die Versicherungstechnik der Spitzenrisiken in den CEE-Ländern verantwortlich. Lugstein ist seit 1992 in leitender Position in der Uniqa-Gruppe tätig und war zuletzt Verkaufsdirektor in der Landesdirektion Salzburg und zudem bereit im vergangenen Jahr maßgeblich an der Integration der Vitosha in die Uniqa beteiligt.

Die Sach- und Lebensversicherungstochter der Uniqa erzielten 2006 laut vorläufigen Zahlen gemeinsam ein Prämienvolumen von rund 42 Mio. Euro, das ist gegenüber 2005 ein Plus von 28,6 Prozent. Der Marktanteil der beiden Uniqa-Tochtergesellschaften in Bulgarien stieg auf rund 6,6 Prozent. In der Sachversicherung konnte Uniqa in Bulgarien ein Wachstum von 21,3 Prozent auf 33,9 Mio. Euro verzeichnen. In der Lebensversicherung gab es ein Plus von 72,3 Prozent auf 8,09 Mio. Euro. Beschäftigt sind bei der Uniqa Bulgarien insgesamt mehr als 360 Mitarbeiter. (APA)

Link
Uniqa
Share if you care.