Kindergeld: Nachträgliche Zuverdienst-Kontrolle beginnt

21. Juli 2007, 13:52
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20 Prozent aller BezieherInnen werden per Zufallsgenerator ausgewählt - Wer erwischt wird, muss Kindergeld zurückzahlen

Bei etwa 20 Prozent aller Kindergeldbezieherinnen und Bezieher seit 2002 wird ab sofort geprüft, ob die Zuverdienstgrenze (14.600 Euro jährlich) eingehalten wurde. Eine Überschreitung bis zu 15 Prozent wird noch toleriert. Geprüft wird aber auch, ob der Zuschuss zum Kindergeld für Alleinerzieher und Einkommensschwache (180 Euro monatlich) rechtmäßig bezogen wurde, berichtet das Ö1 Mittagsjournal. Etwa 180.000 Fälle aus den Jahren 2002 bis 2006 werden nachträglich aufgerollt. Ein Zufallsgenerator wählt die Stichproben aus.

Auch Ratenzahlung möglich

Auch wenn jemand unerlaubt zuviel verdient hat, sind die Chancen recht groß, nicht erwischt zu werden - wenn man zu den 80 Prozent Nicht-Kontrollierten zählt. Werden ZuverdienstsünderInnen ertappt, muss das Kindergeld oder der Zuschuss zurückgezahlt werden, in Härtefällen gibt es die Möglichkeit einer Ratenzahlung.

Die rückwirkende Kontrolle der letzten fünf Jahre wird mindestens bis Ende 2008 dauern. Seit heuer wird die Einhaltung der Zuverdienstgrenze überwacht, um Überschreitungen zu verhindern. (red)

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