"Kulturelles Leben darf nicht zum Erliegen kommen"

2. Juli 2007, 11:11
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Bezirksvorsteherin Stenzel weist Stickler-Vorwürfe zurück - Sie müsse auf Bürger­sorgen eingehen, die Lärm- und Alkoholexzesse fürchten

Wien - Die Bezirksvorsteherin der Wiener City, Ursula Stenzel (V), hat am Donnerstag die Vorwürfe von ÖFB-Präsident Friedrich Stickler zurückgewiesen. Dieser hatte sich am Mittwochabend über die ÖVP-Politikerin echauffiert, weil sich diese wiederholt kritisch zur geplanten Fan-Zone während der Fußball-Europameisterschaft 2008 in ihrem Bezirk geäußert hatte.

"Diese Meldungen sind schön langsam unerträglich. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, ich muss das aufs Schärfste zurückweisen. Hier zu sagen, man fürchtet sich - da komme ich nicht mehr mit", hatte Stickler seinem Ärger Luft gemacht.

"Wir müssen beide unseren jeweiligen Aufgaben gerecht werden", beschied Stenzel am Donnerstag in Richtung ÖFB-Präsident. Zwar sei Fußball die wichtigste Nebensache der Welt, es sei aber legitim, auf Bürgersorgen hinzuweisen. Natürlich habe es einen unschätzbaren Werbeeffekt, Austragungsort der EM zu sein, wenn aber Bürger und Geschäftsleute Lärm- und Alkoholexzesse fürchteten, müsse sie sich als Bezirksvorsteherin dieser Bedenken annehmen.

Es sei nun einmal die Grundsatzentscheidung gefallen, die Fan-Meile mitten in das Stadtzentrum zu verlegen: "Jetzt gilt es aber auch, das Beste für alle (!) daraus zu machen." Dies bedeute, dass nicht das gesamte kulturelle und politische Leben zum Erliegen kommen dürfe. (APA)

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    Stenzel kümmert sich um die Sorgen der Bürger im ersten Bezirk.

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