3Com will mit Linux punkten

9. Juli 2007, 14:18
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OSN-Initiative soll Netzwerke günstiger und flexibler machen

Mit seiner Initiative Open Services Networking (OSN) will der IT-Pionier 3Com neue Maßstäbe im Bereich Netzwerk-Applikationen und Services setzen. OSN ermöglicht laut 3Com die Verwendung einer nahezu unlimitierten Bandbreite von Anwendungen. Grundlage ist die Integration eines Linux-basierten Zusatzmoduls in 3Com-Hardware. "Jeder Kunde hat spezifische Anforderungen, die man nicht allein mit einem Tool abdecken kann", so Dagmar Niedereder, Geschäftsführerin 3Com (Austria), am Donnerstag, in Wien. Nach dem Start in den USA soll nun der österreichische Markt erobert werden.

"So ist etwa eine sofortige Reaktion auf die Änderung von Industriestandards oder Regulierungsanforderungen möglich"

Beim Open Services Networking profitiert der Kunde von einem offenen Ökosystem von Herstellern. Zusätzlich können eigene Lösungen implementiert werden. "So ist etwa eine sofortige Reaktion auf die Änderung von Industriestandards oder Regulierungsanforderungen möglich", meint Niedereder. Außerdem schnürt 3Com Pakete etwa zum Service Monitoring oder im Sicherheitsbereich. Ab Ende Juni soll darüber hinaus ein Voice Package verfügbar sein. Der Erfolg der Initiative hängt laut Niederder nicht zuletzt davon ab, inwieweit Implementierungen vorgenommen werden. "Je größer das Interesse an einzelnen Applikationen, desto erfolgreicher werden wir mit OSN sein."

OSN-Control-Agent

Die Basis des OSN-Netzwerks liefern Router und Switches von 3Com. Über die Integration des Linux-basierten Open-Services-Netzwerkmoduls wird OSN physisch integriert. Als Kontrollsoftware fungiert im Modul der OSN-Control-Agent. Die OSN-Produkte sind seit Ende Januar 2007 in den USA verfügbar und dort nach Angaben von Niedereder bereits sehr erfolgreich. Nun will 3Com mit OSN auch in Österreich durchstarten. Noch befinde sich das Unternehmen hier in der Einführungsphase. Potenzielle Kunden seien aber nach einer ersten Skepsis vom OSN-Konzept überzeugt. Details zum geplanten Umsatz sowie Absatz der OSN-Geräte in Österreich wollte Niedereder nicht verraten. Nur so viel: "Wenn ich im laufenden Jahr mindestens drei Großkunden - also Konzerne mit mehr als 20.000 Mitarbeitern - überzeugen kann, dann ist das ein großer Erfolg", so Niedereder auf Anfrage von pressetext.

Sicherheit

Herausforderungen sieht die 3Com-Österreich-Chefin im Großkundenbereich vor allem im Sicherheitsbereich. Hier müsse der Schutz vor internen und externen Angriffen gewährleistet werden. Außerdem stehen die Unternehmen auch in der Verantwortung, Industriestandards und geltende Regelwerke einzuhalten. Zusätzlich zur Hardware wie Router und Switches bietet 3Com im Rahmen seiner OSN-Initiative auch Service und Support für die eigene, um OSN erweiterte Hardware an. "Hinzu kommt unser Software-Support, der bei Fragen zu spezifischer Open-Source-Software und natürlich auch zu 3Com-Anwendungen von 3Com rund um die Uhr zur Verfügung steht", so Niedereder.

"Mit der OSN-Initiative sind wir unserer Firmenphilosophie und unseren Grundsätzen treu geblieben"

3Com hat sich der Vision ständig verfügbarer Netzwerke verschrieben. Das Unternehmen war an der Entwicklung des Ethernet-Standards 1979 beteiligt und verfügt über 1.300 Patente in den USA. "Mit der OSN-Initiative sind wir unserer Firmenphilosophie und unseren Grundsätzen treu geblieben", meint Niedereder. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 hat 3Com mit 1.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 650 Mio. Dollar erwirtschaftet. (pte)

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