ARD, ZDF wollen keine Doping-Tour

2. Juli 2007, 11:07
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Verträge für Tour de France werden vor­erst nicht verlängert - Bei neuen Kontrakten wird künftig Doping-Klausel eingebaut

Berlin - Die deutschen TV-Sender ARD und ZDF wollen die Ende 2008 auslaufenden Verträge über die Berichterstattung zur Tour de France vorerst nicht verlängern. "Wir werden die Option zur Vertragsverlängerung nicht wahrnehmen, bevor wir sicher sein können, dass Doping bei der Tour de France keine Chance mehr hat", sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender am Mittwoch. Bei neuen Sportverträgen mit wäre eine Doping-Klausel eingebaut, die den Ausstieg aus Sportverträgen wegen Vertragsverletzung ermöglicht.

ZDF hat laut Brender Gespräche mit dem Bund Deutscher Radfahrer und den deutschen Rennställen angesetzt. Danach soll entschieden werden, ob es für dieses Jahr an der Berichterstattung über die Tour de France festhält: "Wenn wir bei den Treffen aber feststellen, dass trotz Zusagen System und Einstellungen der Beteiligten sich nicht geändert haben, müssten wir Konsequenzen ziehen." Sollten Bemühungen für einen sauberen Sport nicht gelingen, gäbe es laut Brender eine Vereinbarung aller Medien, über Radrennen nicht mehr im großen Stil zu berichten.

Auch die ARD will den Vertrag über die Übertragung der Tour de France vorerst nicht über Ende 2008 hinaus verlängern. Wie ein Sprecher bestätigte, wäre dies die gemeinsame Linie mit dem ZDF. An den Übertragungen von der Tour und der Deutschland-Rundfahrt werde vorerst festgehalten, dabei würde das Thema Doping in Deutschland auch eine zentrale Rolle in der Berichterstattung spielen. (APA/dpa)

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